Was schenkt man der Besitzerin des Unverpacktladens?
Shownotes
In dieser Folge von „Klimafunken – Gespräche aus Mannheim“ dreht sich alles um unverpacktes Einkaufen, Verpackungsmüll und die Frage, wie nachhaltiger Konsum im Alltag gelingen kann.
Zu Gast ist Priska, Inhaberin von „Priskas Unverpacktladen“ in Mannheim. Sie erzählt, warum ein einfaches Glas für sie zum Symbol eines nachhaltigen Einkaufs geworden ist, wie ein Unverpacktladen funktioniert und weshalb unverpacktes Einkaufen weit mehr ist als der Verzicht auf Plastik.
Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Herausforderungen kleine, nachhaltige Lebensmittelgeschäfte heute bewältigen müssen, warum Inflation und steigende Kosten gerade Unverpacktläden besonders treffen und wie ein gemeinschaftsbasiertes Wirtschaftsmodell dabei hilft, den Laden zukunftsfähig zu machen.
Außerdem gehen wir folgenden Fragen nach: Wie viel Verpackungsmüll lässt sich tatsächlich einsparen? Welche Produkte eignen sich besonders gut für den unverpackten Einkauf? Und warum können schon kleine Veränderungen – wie das Mitbringen eigener Behälter oder gezieltes Nachfragen an der Frischetheke – einen Unterschied machen?
Die Folge zeigt, dass nachhaltiger Konsum nicht perfekt sein muss. Oft sind es viele kleine Entscheidungen im Alltag, die gemeinsam dazu beitragen, Ressourcen zu schonen, Verpackungsmüll zu vermeiden und lokale, nachhaltige Unternehmen zu stärken.
Vielleicht bekommt ihr beim Hören ja selbst Lust, euren nächsten Einkauf einmal unverpackt auszuprobieren.
Shownotes:
Mehr Informationen zu Priskas Unverpacktladen, dem Sortiment und dem gemeinschaftsbasierten Wirtschaften findet ihr unter: https://priskas-unverpackt.de/
Informationen und Beratungsangebote der Klimaschutzagentur Mannheim findet ihr unter: https://klima-ma.de/
Ihr möchtet einen Blick hinter die Kulissen werfen oder sehen, welchen Gegenstand Priska ins Podcaststudio mitgebracht hat? Dann schaut gerne auf Instagram unter @klimaschutzagentur.mannheim vorbei.
Transkript anzeigen
00:00:06: Und damit herzlich willkommen beim Podcast Klimafunken Gespräche aus Mannheim.
00:00:33: Ich bin Magdalena Schlenk
00:00:34: und ich bin Karoline Gohlin.
00:00:36: Beide arbeiten wir bei der Klimaschutzagentur in Manheim, beschäftigen uns tagtäglich in unserem Arbeitsleben aber auch im Privatleben mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz hier vor Ort.
00:00:45: In unserem Podcast sprechen wir immer mit Menschen, die unsere Stadt nachhaltiger machen.
00:00:49: Wir haben natürlich auch heute wieder ein Gast dabei und wir freuen uns ganz besonders drauf für Sie was schon mal sehr spannend überhaupt ein kleines Dankeschön zu besorgen denn sie kommt aus einem Unverpackladen.
00:01:01: deswegen herzlich willkommen heute hier bei uns Priska.
00:01:03: Hallo!
00:01:04: Danke dass ich da sein darf.
00:01:06: Gerne
00:01:07: Priska
00:01:07: führt seit Sommer zwanzig-einzwanzig wenn ich richtig linke genau priskas unverpackt laden in der Schwetzingerstadt hier in Mannheim.
00:01:15: Und ja, wenn man dort einkaufen geht, dann kennt man dich wahrscheinlich.
00:01:17: Weil wenn ich vorbeikomme bist du schon auch häufig hinter der Ladentheke?
00:01:21: Ja meistens bin ich da wo manchmal verräumig im Hintergrund.
00:01:25: Da sieht
00:01:26: man nicht.
00:01:26: Aber
00:01:28: ja wie alle Gäste haben wir auch dich gebeten einen kleinen Gegenstand mitzubringen.
00:01:34: Was hast Du denn hier für unsere Zuhörerinnen dabei?
00:01:37: und ja auch da gerne die Einladung ein akustisches Mitraten sozusagen zu ermöglichen.
00:01:44: Okay, also hier kommt mein Gegenstand.
00:01:52: Hört sich auf jeden Fall sehr schön an!
00:01:53: Ja
00:01:54: es hört sich sehr schön aus und man könnte Musik damit machen.
00:01:56: Ich glaube das ist schwer.
00:01:59: So hat man auf jeden fall rausgehört dass es Glas ist?
00:02:02: Ja genau ich habe euch heute ein Glas mitgebracht, ein kleines Glas mit veganen schokolierten Erdnüssen bisschen so wie M&M's.
00:02:23: Ich wollte einen Gegenstand mitbringen, mit dem wir täglich zu tun haben und bei uns im Unverpacktladen bringen die meisten Menschen sich Gläser in den sie die Sachen abfüllen.
00:02:39: Da habe ich jetzt was schönes buntes Klingeln
00:02:42: gemacht.
00:02:44: Sehr gut.
00:02:45: Ich habe gleich eine Zwischenfrage, da steht nämlich eine Zahl drauf.
00:02:49: ich glaube das wäre mal ganz spannend zu wissen was könnte die zahle?
00:02:53: Wer noch nicht im Unverpacktladen war der kann das nicht verstehen.
00:02:56: sozusagen deswegen vielleicht mal sofort eine direkte Erklärung dafür.
00:02:59: Genau da steht eine Zahl darauf.
00:03:01: in diesem Fall ist es die Hundert und Sechzig.
00:03:03: Das bedeutet dass dieses Gläschen hundert und sechzig Gramm wiegt.
00:03:07: Und für den Unverpackladen ist es wichtig weil man natürlich nur den Inhalt zahlt, also man soll nur zahlen was man auch wirklich einkauft und deswegen wiegt man vorher alle seine Gefäße, egal ob Beutel oder Glas.
00:03:20: Und notiert das Gewicht dann können wir es nämlich an der Kasse abziehen.
00:03:23: Mega gut!
00:03:24: Also das Tara sozusagen?
00:03:25: Ja aber schon mal ein bisschen mehr verstanden wir unverpackt denen funktionieren
00:03:29: Genau da.
00:03:29: bleiben wir doch gleich mal beim Laden.
00:03:31: Fühlst du ihn ja jetzt schon bald fünf Jahre?
00:03:33: Das ist krass, wir kommen viel kürzer vor.
00:03:35: Aber es ist total lang schon, ne?
00:03:39: Und was mir aufgefallen ist, ist dass auf jeden Fall Sortiment immer freiter geworden ist und sich auch auf jeden fall verändert hat, vielleicht nicht breiter aber, das du immer mal auch neue Dinge ausprobiert hast andere waren auch im Sortiment gepackt hast.
00:03:51: und was ich auch weiß ist, dass eure Wirtschaftsform heute anders ist als früher.
00:03:55: Magst du das kurz erklären?
00:03:58: Sehr gerne.
00:03:59: Also zum Sortiment kann ich sagen, wir geben uns eigentlich immer Mühe einfach ein schönes Sortiment auszuwählen.
00:04:08: Wir sind ja als Unverpacktladen haben vor allem Lebensmittel.
00:04:12: Wir haben sowohl frische Sachen also Obst und Gemüse, Brot, Eier, Molkereiprodukte in Pfandlesern, Milch in der Pfandflasche oder Joghurt im Pfandglas wie vor allem auch die trockenen Lebensmitteln Und ich, also es tut sich einfach immer viel.
00:04:29: Es gibt irgendwie coole neue Hersteller oder Start-ups.
00:04:33: oder was wir jetzt ganz neu haben, wo ich auch irgendwie sehr cool finde ist dass wir jetzt BioKinoa aus Deutschland beziehen.
00:04:43: Kinoa wird ja sonst oft in Südamerika angebaut Und wir hatten schon mal einen Hersteller gefunden, der auch Kinua im Odenwald anbaut.
00:04:51: Aber eben nicht in Bio-Qualität und jetzt haben wir Biokinua aus Deutschland und so tut sich dann immer ein bisschen was dass wir eben immer auf der Suche nach den besten Produkten für den Laden sind.
00:05:03: So eine Mischung aus ja was gibt es gerade an coolen nachhaltigen Sachen aber auch was wünscht sich die Kundschaft?
00:05:11: Genau, und das bringt mich auch gut zur Wirtschaftsform.
00:05:16: Also wir haben im November, in den Jahren zwanzig, angefangen Gemeinschaftspassier zu wirtschaften.
00:05:23: Und gemeinschaftspASSIER bedeutet im Prinzip genau das.
00:05:27: also die Basis unseres Wirtschaftens bildet eine Gemeinsschaft von Menschen.
00:05:32: Das sind hauptsächlich unsere Stammkundinnen und interessierte Menschen und es funktioniert so dass wir, also das ist monatliche Beiträge gibt.
00:05:45: Die am Anfang des Monats per sepermandat von uns eingezogen werden und die Menschen können dann dafür ihre Lebensmittel einkaufen oder auch andere Sachen.
00:05:56: Auch die Nicht-Lebensmittel Abteilung unseres Ladens.
00:06:00: Also es im Prinzip wie ein Gutschein den man aber vorher erwirbt und dem man uns zusichert.
00:06:05: Und dadurch, dass uns das zugesichert wird und wir das Geld am Anfang des Monats bekommen haben wir eben viel mehr Stabilität.
00:06:12: Also ich sag nur Sommerloch wenn immer August alle in den Urlaub fahren dann waren halt sonst die Jahre war immer ein krasser Einbruch im Umsatz.
00:06:21: Und zumindest diese Gemeinschaftsbasierten Anteile, die wir am Anfang eines Monats haben sind jetzt immer stabil.
00:06:28: also wir wissen egal wie der Monat läuft die bestimmte Kosten sind gedeckt und das ermöglicht uns eben die Gemeinschaft, also die ermöglichen uns Stabilität Planungssicherheit auch zu wissen wir können diese Bestellungen dann und dann machen.
00:06:46: Und gleichzeitig geht es aber noch darüber hinaus weil es eben auch ja nicht nur ein Abo-Modell ist sondern weil's eben gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften, also wir haben auch Gemeinschafterreffen man kann an Events teilnehmen Und es entsteht auch irgendwie eine ganz andere Stimmung im Laden.
00:07:08: Ist total schön, Leute kennen sich dann teilweise untereinander oder wir können viel mehr auf individuelle Bedürfnisse eingehen.
00:07:16: wenn jemand sich ein bestimmtes Produkt wünscht Dann können wir das besprechen können in die Gemeinschaft geben.
00:07:22: hey jemand wünschte Cornflakes mit Schokolade.
00:07:28: Wie viele von euch hätten das noch gerne?
00:07:30: Das erleichtert uns natürlich auch total den Bestellprozess, weil wir eben auch wirklich abfragen können was ist denn gewünscht von euch, was braucht es?
00:07:39: wie steht ihr zu bestimmten Themen genau?
00:07:44: und noch dazu kommt dass auch die Gemeinschaft untereinander solidarisch ist.
00:07:51: das kennt man vielleicht von der solidarischen Landwirtschaft.
00:07:54: Da können manche mehr und manche weniger zahlen eben so wie die finanziellen Mittel, die man zur Verfügung hat.
00:08:01: Monatlich sind.
00:08:03: Und das funktioniert bei uns so dass man eben sagen kann okay ich komme jeden Monat für hundert Euro Einkauf in den Mundverpackt laden aber ich zahl dafür hundertzwanzig oder hundert zehn egal.
00:08:17: also ist ganz ganz frei und gleichzeitig kann aber auch jemand Wo es finanziell vielleicht nicht gerade so leicht ist, kann auch sagen hey ich würde total gerne mehr unverpackt einkaufen.
00:08:27: Vielleicht für sechzig, siebzig, achtzig Euro aber ich kann mir ja das nicht ganz leisten.
00:08:33: Ich zahle einfach ein bisschen weniger und man muss keine Gründe angeben.
00:08:37: also es ist ganz... Man wird da nicht befragt sondern man kann einfach diese Solidarität geben und auch in Anspruch nehmen.
00:08:48: Das finde ich total schön!
00:08:51: Ja, so als Konzept um einfach das auch für mehr Menschen zugänglich zu machen und auch in der Gemeinschaft Stabilität zu schaffen.
00:08:59: Also das eine ist die Stabilitet für uns.
00:09:01: aber auch wenn jetzt jemand sagt ich muss umziehen oder mir wurde gekündigt meine Lebenssituation hat sich gerade geändert ob ich trotzdem gerne weiter so einkaufen dann kann man es eben schaffen.
00:09:12: Einfach weil es andere Menschen gibt die Teil dieser Gemeinsschaft sind?
00:09:18: Genau!
00:09:20: Machen wir dann jetzt seit schon über zwei Jahren.
00:09:24: Und es hat sich total entwickelt und ich würde sagen, das hat den Laden gerettet.
00:09:36: Ich merke gerade, wir müssen eine eigene Folge allein da dazu machen.
00:09:38: Also ich finde das allein dieses Wirtschaftssystem spannend.
00:09:42: Total spannend was man da alles sozusagen von euch und den verschiedenen anderen Läden die dabei sind oder beziehungsweise Initiativen.
00:09:48: Das seid ja nicht nur ihr in Mannheim ne?
00:09:49: Richtig!
00:09:50: Ich glaube da haben wir schon mal die nächste Folge.
00:09:52: also auf jeden Fall sollten wir da noch mal in die Tiefe gehen weil selbst mir kommen jetzt gerade so viele Fragen dazu.
00:09:58: aber wir wollen ja heute uns ganz speziell um dein Laden sozusagen kümmern.
00:10:03: Deswegen nochmal vielleicht eins zurück.
00:10:05: Also ich finde das Konzept super, du hast gesagt es hat euch geholfen, euch sozusagen über Wasser weiterhin zu halten.
00:10:12: Als du damals den Laden übernommen hast gab es jetzt zwei Unverpacktläden in Mannheim.
00:10:17: Jetzt bist sozusagen nur noch du wieder vertreten mit dem Unverpackladen und das ist ja leider ein Trend, den wir nicht nur hier in Manheim leider sehen sondern irgendwo auch deutschlandweit Das unverpackte Läden ist deutlich schwieriger wieder bekommen haben in den letzten ein zwei drei Jahren.
00:10:34: Gibt es da eine gemeinsame Komponente, wo du sagst das ist so die große Herausforderung für unser Konzept oder das Konzept von einem Unverpackten Läden?
00:10:44: Also erstmal möchte ich auch sagen dass ich fest daran glaube des unverpackte zukunftsfähiges und wichtiges Konzept ist weil ich glaube das generell der Einzelhandel im Moment schwer hat.
00:11:05: Jetzt keine Zahlen im Kopf, aber ich habe auf jeden Fall auch gelesen dass generell die Insolvenzen bei Inhaber in geführten Geschäften in den letzten Jahren gestiegen sind und ziemlich hoch sind aktuell.
00:11:16: Und ich glaube da kommt vieles zusammen.
00:11:18: Viele vermuten bei den Unverpacktläden so die Pandemiejahre.
00:11:23: tatsächlich war das gar nicht so schlimm.
00:11:24: es war eigentlich ja keine besonders schlechte Zeit weil wir als Lebensmittelgeschäft konnten wir durchgängig geöffnet haben Und ich glaube viele Menschen waren mehr zu Hause, haben sich dann auch mehr mit Ernährung beschäftigt und vielleicht auch wie schnell sich der gelbe Sack füllt.
00:11:41: Wenn man vielleicht nicht mittags auf der Arbeiter ist, sondern zuhause.
00:11:46: Genau, tenniziell es ist danach durch den Angriffskrieg auf die Ukraine da gab's ja teilweise... Knappheiten bei bestimmten Rohstoffen.
00:12:01: Das haben wir auch gemerkt, dass dann Sachen nicht verfügbar waren und dann sind ja die Preise sehr gestiegen.
00:12:05: also Inflation ist glaube ich einer der größeren Gründe denn viele Menschen können sich dann vielleicht Bio-Lebensmittel so ja nicht unbedingt leisten oder
00:12:24: noch mal weniger leisten.
00:12:27: Genau, also da erspart man dann vielleicht ja... Also Lebensmittel sind einfach teurer geworden und Bio-Lebensmittel keine Frage sind auch eigentlich teurer als konventionelle Lebensmittel.
00:12:49: glaube ich ein Faktor sein kann ist, dass der Unverpacktladen ein bisschen arbeitsintensiver ist als sonst ein Einzelhandelsgeschäft.
00:12:55: Oder auch wenn ich mir vorstelle ich hätte ein Lebensmittelgeschäft als Einzelunternehmerin das aber nicht unverpacked ist sondern ich hätte halt Nudelpackungen die ich ins Regal räumen kann dann hat man viel weniger Personalaufwand bei uns.
00:13:08: es ist ja so wenn dann die Säule mit dem Reis mit den Haferflächen reinigen
00:13:12: oder?
00:13:13: Reinigung aber auch das wieder aufzufüllen.
00:13:15: also Vielleicht ist es da auch noch mal gut, einen Schritt zurückzugehen und zu sagen okay Unverpacktladen.
00:13:21: Wie kommen denn die Sachen überhaupt bei uns an?
00:13:25: Also dass der Unverpackladen funktioniert im Prinzip nicht ganz ohne Müll sondern einfach durch Müllreduzierung.
00:13:36: Da gibt's verschiedene Studien oder auch Arbeiten von Masterstudierenden.
00:13:41: also so im Schnitt kann man Verpackungsmülls gegenüber einem vergleichbaren Bio-Supermarkt einsparen.
00:13:52: Also schon einiges.
00:13:53: und das funktioniert darüber, dass wir die Lebensmittel, die wir einkaufen entweder in Großgebindeneinkaufen.
00:14:00: also mein typisches Beispiel sind die Haferflocken.
00:14:04: man kauft jetzt uns Haverflockungen an fünfhundert Gramm Beutel eigentlich hauptsächlich Und wir haben eben einen, ein Fünfundzwanzig Kilo Sack.
00:14:10: Also statt Fünfzig, fünfhundert Gramm Wollteln haben wir einen großen Sack... Wow
00:14:14: der ist auch zu trage!
00:14:15: Super schwer!
00:14:17: Wenn die Haferflocken durch drin sind ja!
00:14:20: Genau und das ist ein Papiersack.
00:14:23: und da hat man eben und zusätzlich dazu, dass ja oft kleine Verpackungen auch vielleicht beschichtet sind oder bedruckt sind.
00:14:33: Nicht so gut zu recyceln sind ist halt der große Papiersack eine enorme Ersparnis.
00:14:40: andere Lebensmittel wie zum Beispiel Gewürze Tee Auch manche Nüsse kriegen wir in Pfand Eimern.
00:14:47: das sind dann so vier bis zehn Kilo Eimer Je nach Obgewürz oder Nuss.
00:14:58: Und die können eben gereinigt und wieder zurückgegeben werden an die Lieferanten, an die Hersteller.
00:15:04: Genau!
00:15:06: So funktioniert es im Prinzip.
00:15:08: Aber jetzt kommen natürlich die Lebensmittel auf einer großen Palette.
00:15:12: da liegen... ...fünfundzwanzig Kilo säkere Haverflocken und das muss dann eben verräumt werden ins Lager.
00:15:19: aber wenn wir's vorne auffüllen wollen tragen wir eben die Glas-Säule nach hinten in die Küche, wo wir die Auffüllstation haben.
00:15:26: Und dann wenn der Sack noch sehr schwer ist, füllen wir mit einer Schaufel... Friska
00:15:31: macht jetzt so eine Handbewegung dazu, dass man sich das gut vorstellen kann.
00:15:38: Man sieht, dass du es häufiger schon getan hast!
00:15:43: Wenn ich vorne Kundschaft habe ... Wir sind eigentlich immer zu zweit und ich glaube aber sonst in einem Einzelhandel der Größe könnte man auch das uns alleine schaffen.
00:15:54: Also wir haben einfach mehr Personalaufwand und ich denke, dass es... Das kommt eben hinzu weil ich denke dass viele Inhaber, Innengeführte, Einzelunternehmen gerade die Schwierigkeit haben, dass eben Personalkosten steigen, Fixkosten steigend Energiekosten Steigen aber die Umsätze eher stabil bleiben Genau und das geht sich dann häufig glaube ich nicht aus.
00:16:19: also
00:16:20: Ja, weil man ja auch noch dazu sagen muss also wo gibt es denn ein Inhaber geführtes kleines Supermarkt allen ähnliches Geschäft?
00:16:28: Es wird ja auch mehr oder minder von bestimmten Großen so Algelidl und Co.
00:16:33: Das ist ja du kannst ja damit nicht vergleichen.
00:16:36: Und wo gibt's noch den kleinen Tante Emmerladen um die Ecke?
00:16:40: Aber
00:16:41: sind einfach nicht mehr viele in der Größe jetzt dabei wenns im Lebensmittel geht, sonst hat man schon nochmal die Fachgeschäfte.
00:16:49: Ja, genau.
00:16:50: Man hat einfach als Inhaber in geführter Einzelladen ohne noch mehrere Filialen und so.
00:16:57: Das ist auch nicht so eine starke Einkaufsmacht.
00:16:59: Also du kriegst keine Mengenrabatte.
00:17:02: Der Unverpackt-Verband der Unverpakt-Läden also da gibt es einen Verein und der bildet auch gerade eine Einkaufsgenossenschaft.
00:17:12: Mega!
00:17:15: Dass man hier als Region sich dann auch so zum Beispiel zusammenschließt.
00:17:19: Also es
00:17:19: gibt schon ein Produkt, wo wir das machen weil es eben Haferdringenpulver gibt's einen großen Hersteller und er hat halt gesagt naja aber also wenn ihr nicht mindestens zehn mal fünfundzwanzig Kilo abnehmt können wir ihn nicht liefern.
00:17:33: Pro Laden!
00:17:35: So da kommt nämlich jetzt der Verband ins Spiel.
00:17:38: Wir machen eine Sammelbestellung als Unverpackverband.
00:17:40: Es ist ja ganz schlau drauf eingelassen Sie verschicken es einzeln Aber es wird genau als Sammelbestellung.
00:17:48: Vielleicht noch auch eine Frage.
00:17:53: Ich bin ein Haferflockenhersteller, der sonst in kleinen Verpackungen das macht... Ist das der gleiche?
00:17:59: Der dann auch euch beliefern würde.
00:18:01: Also irgendein Bio-Haferflocke Hersteller für euch egal dem man bei was weiß ich Allnatura kriegen will, dir macht das dann auch in Großgebinden.
00:18:09: Okay, da sind die gleichen Hersteller.
00:18:11: Also ich weiß nicht ob alles aufwachen?
00:18:13: Ja, aber vieles.
00:18:15: Genau.
00:18:15: also das ist ja auch die Hersteler für die Supermärkte oder Biomärkte die kleinen Packungen machen.
00:18:23: Die machen ja oft auch für Gaströpfchen, für Hotels, für Restaurants...
00:18:28: Die kennen Großgebände.
00:18:29: Großgebinde kennt man dann.
00:18:30: Das macht
00:18:33: ja nur Sinn.
00:18:36: Du hattest jetzt das Haarverpulver angesprochen.
00:18:38: Lass uns noch mal so ein bisschen über die verschiedenen Produkte sprechen und generell auch nochmal zum Thema Verpackungsmüll kommen, weil grundsätzlich sehen wir ja... ganz plakativ sagen, so auch im Straßenbild oder das Verpackungen von Lebensmitteln und so.
00:18:50: Dass das jetzt auf jeden Fall nicht weniger wird.
00:18:52: Wenn man sich die Zahlen anschaut, ich glaube man hat seit dreiundzwanzig ein bisschen wie so eine Plateaubildung.
00:18:56: aber es ist jetzt nicht dass wir einen Abwärtstrend haben.
00:18:58: wenn wir uns die Nullerjahre oder die Neunziger anschauen dann geht das schon eher steil nach oben.
00:19:04: die Menge an Verpackungsmüll vor allem auch in privat Haushalten.
00:19:08: Da haben wir uns die Gedanken gemacht, dass das Thema Hygieneprodukte oder so Shampoo und ne?
00:19:14: Dass wir da so einen Trend beobachtet haben, dass es als feste Produkte angeboten wurde.
00:19:19: Dadurch man ja auch zumindest schon mal Plastik mit einspart hat es dann häufig leider trotzdem noch in so eine Pappe vielleicht verpackt zu einer Seife aber... Ja, es wird auf jeden Fall schon mal weniger und nicht der ganz problematische Schimmel.
00:19:31: Aber wir haben uns gefragt so richtig hat sich das ja auch nicht durchgesetzt würden jetzt sagen kannst du auch mal sagen wie Du das beobachtest?
00:19:39: Und ob Du vielleicht andere Produkte so im Kopf hast wo Du denkst an die haben wirklich Potenzial aus so eine breite Masse zu begeistern die jetzt aber auch verpackungsfrei eben sehr gut praktikabel sind
00:19:53: ist schwierig.
00:19:56: genau also Ich habe mittlerweile, weil ich da jetzt auch schon dann fast fünf Jahre mache.
00:20:03: Da hab' ich manchmal das Gefühl, dass ich es nicht so gut einschätzen kann.
00:20:10: Ja, das kenne ich ja auch von meiner Arbeit!
00:20:11: Dass ich manchmal als Gefühle habe, jeder weiß doch mittlerweile und dann merkst du vielleicht ja doch nicht.
00:20:16: Also
00:20:17: wie viel Festes-Champo jetzt in der Drogerie gekauft wird?
00:20:19: Nein, das ist ja auch nicht die Zahl, die du jetzt bestätigen.
00:20:24: Ich sage es eher, weil ich die Shampoo-Regale von DM und Co.
00:20:28: kenne und da das Gefühl habe, dass ist jetzt nicht größer geworden.
00:20:33: Die Produktpalette bringt mir anderen Sachen wie zum Beispiel vegane Produkte.
00:20:36: Merkt man ja supermärkte viel, viel größere Bereiche dafür freischaffen.
00:20:42: Aber ich meine dir so ein verpackungsfreien Segment ob du da
00:20:45: warst?
00:20:47: Also ich habe das Gefühl auch bei den Menschen, die ich kenne, die jetzt nicht unbedingt unverpackt einkaufen.
00:20:54: Dass so ein großes Bewusstsein dafür besteht zum Beispiel Obst und Gemüselose zu kaufen.
00:21:02: Und ich habe auch das Gefühl dass das weniger geworden ist in den
00:21:07: Merken.
00:21:07: Den normalen Supermärkten, dass es weniger angeboten wird?
00:21:09: Also vielleicht nicht im Discounter aber... dass die Sachen weniger verpackt sind.
00:21:16: Ach so, du meinst das sie weiter mehr machen?
00:21:18: Das ist auch mal ein Eindruck tatsächlich ja.
00:21:20: Ja
00:21:20: genau also Obst und Gemüse vielloser angeboten wird als noch, weiß ich nicht vor zehn Jahren.
00:21:27: Und was ich auch das Gefühl habe, was total angekommen ist, sind alternative Menstruationsprodukte.
00:21:37: Also Panties oder Stoffbinden.
00:21:43: Das spart ja auch enorm viel ein und ich glaube, das ist sehr breit angekommen.
00:21:50: Man spielt direkt, dass es gesünder ist für einen.
00:21:56: Das stimmt.
00:21:56: Das ist eigentlich ein gutes Beispiel.
00:21:57: Ich
00:21:59: habe noch ein negatives Beispiel.
00:22:02: Käse und Wursttäge, dass sehr viel mehr vorverpackt wird.
00:22:06: Und da hätte man ja früher noch leichter die Chance gehabt mit einer eigenen Box zu kommen – jetzt auch im herkömmlichen Supermarkt sag ich mal – aber das sehe ich ganz oft, dass das schon vor so eine Hundert Gramm von dem Käse oder zweieinhalb Gramm in Plastik verpackt ist, dann extra schon liegen damit es schneller geht.
00:22:19: Klar erleichtert den Personal das natürlich aber.
00:22:23: Ja,
00:22:25: ich denke, da wird viel geschaut.
00:22:28: wie können wir effizienter
00:22:29: arbeiten?
00:22:30: Natürlich!
00:22:31: Ich glaube, dass es sich immer lohnt an der Wurst und Käsetäcke zu fragen.
00:22:35: Kann das auch in meiner eigene Dose gefüllt werden?
00:22:38: Weil ich weiß von ein paar Märkten hier aus Mannheim, dass sie's machen.
00:22:42: Und ich denke immer da wo viele Leute nachfragen Da ändert sich das dann vielleicht auch wieder.
00:22:47: Also wenn die Merkungen viele kommen mit ihrer eigenen Tupperdose für den Käse Dann müssen wir nicht so viel vorpacken Vielleicht.
00:22:54: also da kann wahrscheinlich auch jede und jeder bisschen was verändern Einfach durchs Nachfragen.
00:23:01: Ja, das stimmt so ein guter Punkt.
00:23:03: Ich hätte tatsächlich dazu noch eine Frage, die ich einschieben würde gerne und zwar was ich beobachtet habe war in den Zeit lang haben sich nur die Substrate von Reinigungsmitteln also sprich nur so ne ganz kleine Packung wo halt quasi das gemischt drin war für was muss ich da reinschütten damit ich am Ende Glasreiniger oder weiß ich was dann dafür raus bekomme verkauft?
00:23:27: ich hab meinen Eindruck dass es wieder zurückgegangen dass es das so nicht mehr gibt.
00:23:32: Aber wenn man sich mal überlegt, fand ich das extrem logisch.
00:23:35: also wir transportieren sehr viele Verpackungen mit eigentlich Leitungswasser gefüllt mit ein bisschen Chemie drin und das könnte man ja eigentlich alles auch selber zu Hause anmischen.
00:23:46: für diejenigen die sagen okay Soda und Co.
00:23:49: reicht mir nicht Ich brauche das Gefühl von einem richtigen Putzmittel.
00:23:53: wie auch immer wann das jetzt einstuft ist das auch dein Gefühl?
00:23:56: Hat sich das nicht durchgesetzt oder ist es eigentlich nur Humbug sowieso von vorne rein?
00:24:02: Also ich glaube, dass schon smart.
00:24:05: Weil wie du sagst man transportiert einfach immer viel Wasser durch die Gegend.
00:24:08: Wir hatten sehr auch vorhin vom Haferdrinkpulver.
00:24:10: Das ist ja das gleiche Hafermilch Hafer-Drink.
00:24:14: Es ist ja und das kaufen wirklich viele gerne bei uns als Pulver.
00:24:23: Wie ist das denn geschmacklich?
00:24:24: ehrlich gesagt Ich habe das noch nie ausprobiert.
00:24:25: Es gibt ja auch so Platten für Hafermilch, aber kannst du das irgendwie eintreten?
00:24:30: Oder wie würdest du das geschmacklich?
00:24:32: kommt an eine klassische Hafer-Milch die man so in Petra Pack kauft ran
00:24:36: oder?
00:24:37: Ja also ich finde die schon lecker.
00:24:40: Das ist jetzt was.
00:24:41: dass würde ich vielleicht für Milchschecks, für Müsli's überall wo ich mich rein schütte benutzen Tatsächlich zum Aufschäumen für Kaffee, das was wir haben funktioniert leider nicht.
00:24:53: Ich weiß dass es auch Hersteller gibt die da dran tüfteln.
00:24:58: Genau aber grundsätzlich ist das solide.
00:25:02: ich habe das.
00:25:03: was ich super praktisch daran finde ist wenn man im Urlaub ist.
00:25:06: also wir waren in den Bergen im Sommer und dann waren wir wandern und dann kannst du dir halt so ein mini kleines Gläschen mit Haferdringpulver Und dann kannst du das zum Beispiel in deinem Kaffee einfach auch ohne Wasser römen.
00:25:17: Man verwässert auch der Kaffe nicht, kann man super gut mitnehmen oder wenn man nicht weiß ob es vor Ort veganer Alternativen gibt?
00:25:24: Sehr guter Tipp!
00:25:26: Ja, das sind jetzt in der Tipp-Urubrik und ich glaube wir könnten unendlich viele Tipps noch weiter hier uns austauschen.
00:25:32: also ich hatte weitere Fragen.
00:25:34: definitiv Das holen wir da nach.
00:25:38: Wir würden uns von einem Tipp von dir wünschen.
00:25:40: Am Ende unseres Podcast fragen wir immer nach einem Lieblingsort sozusagen in Mannheim.
00:25:46: Und wir haben uns jetzt einfach mal überlegt, dass wir dich mit einem Korb voller verpackungsfreier Lebensmittel ausstatten.
00:25:52: und wo würdest du damit hingehen?
00:25:54: zum Pecknick?
00:25:55: Was wäre dein liebster Ort in der Gegend dafür?
00:26:02: Ich glaube ich würde auf die Maulbärinsel gehen da ganz vorne wo die Schiffe abdrücken.
00:26:07: zum
00:26:07: Schiebewerk.
00:26:08: Das
00:26:09: finde ich voll ein schönen Ort!
00:26:10: Da setze ich im Sommer manchmal gerne lesen was nehmt mir was das Necken mit
00:26:15: Ah, da kann man so schön aufs Wasser schauen und die Schiffe beobachten.
00:26:18: Total!
00:26:19: Sehr gut.
00:26:22: Ja,
00:26:22: damit sehen wir auch schon am Ende der heutigen Folge.
00:26:25: Vielen Dank dir Priska.
00:26:26: Danke euch.
00:26:27: Schön dass du da warst.
00:26:29: Ich fand es auch sehr schön, dass ihr mich eingeladen habt.
00:26:31: Jederzeit gerne.
00:26:33: Und auch vielen Dank an das Stadtmedienzentrum für die technische Unterstützung.
00:26:37: Auch danke an dich Karo.
00:26:38: Danke dir Magdalena.
00:26:40: Tschüss.
00:26:41: Bis bald.
00:26:41: Ciao.
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