Jetzt machst du mal was Sinnvolles
Shownotes
In dieser Folge von „Klimafunken – Gespräche aus Mannheim“ dreht sich alles um Lebensmittelrettung, soziale Teilhabe und die wichtige Arbeit der Mannheimer Tafel.
Zu Gast ist Manuel Wamser vom Deutschen Roten Kreuz Mannheim. Er gibt spannende Einblicke in den Alltag der Tafel und erzählt, wie täglich mehrere Tonnen Lebensmittel gerettet und an Menschen verteilt werden, die Unterstützung benötigen. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum die Nachfrage bei der Tafel stetig wächst, welche Herausforderungen hinter der Logistik stecken und weshalb Lebensmittelrettung weit mehr ist als nur das Verteilen von Essen.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Secondhand-Läden des DRK und erfahren, warum gut erhaltene Kleidung ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit ist. Manuel erklärt, worauf es bei Kleiderspenden ankommt und wie jede und jeder das Deutsche Rote Kreuz ehrenamtlich unterstützen kann.
Zu Beginn der Folge erwartet euch außerdem ein überraschender Einblick hinter die Kulissen von Essensbox-Anbietern: Was passiert eigentlich mit nicht zustellbaren Kochboxen? Und welche Rolle spielt die Tafel dabei?
Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie eng soziale Verantwortung und Klimaschutz miteinander verbunden sind. Denn jedes gerettete Lebensmittel und jedes weitergenutzte Kleidungsstück schont wertvolle Ressourcen – und hilft gleichzeitig ganz konkret Menschen in unserer Region.
Shownotes:
Mehr Informationen zur Mannheimer Tafel, den Standorten, dem Tafelmobil und Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement findet ihr unter: https://www.drk-mannheim.de/angebote/tafel.html
Alles rund um die Secondhand-Läden des DRK Mannheim sowie Informationen zu Kleider- und Sachspenden findet ihr unter: https://www.drk-mannheim.de/angebote/second-hand/second-hand-laeden.html
Informationen und Beratungsangebote der Klimaschutzagentur Mannheim findet ihr unter: https://klima-ma.de/
Ihr möchtet einen Blick hinter die Kulissen werfen oder sehen, welchen Gegenstand Manuel ins Podcaststudio mitgebracht hat? Dann schaut gerne auf Instagram unter @klimaschutzagentur.mannheim vorbei.
Transkript anzeigen
00:00:00: Karo, unser Gespräch sei jetzt schon vorbei.
00:00:04: Und unser Gast ist auch schon gegangen, wir sitzen aber hier noch zu zweit im Podcaststudio und als wir die Mikrofone dann schon ausgestaltet hatten... Das
00:00:13: eigentliche Gespräch begonnen hat?
00:00:14: Ja voll
00:00:16: ungünstig eigentlich!
00:00:17: Weil dann kam mir noch auf ein total spannendes Thema und das dachten wir dass wir das euch einfach schon mal hier als Sneak vorher schonmal erzählen.
00:00:25: Es ging nämlich um Essensboxen.
00:00:27: Also vielleicht haben die ein oder der andere ja schon mal so eine Essensbox, die man kann ja wöchentlich oder monatlich bestellen.
00:00:34: Und da kommt dann quasi alle Zutaten zusammen gewürzen und alle Bestandteile eines Essens, dass man sich denn auch mit einer glaube ich recht gut geschriebenen Anleitung dann so zusammenstellen kann.
00:00:44: also klingt erstmal super praktisch.
00:00:46: aber Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht was eigentlich passiert wenn diese Box ankommt und ich bin nicht zu Hause.
00:00:51: Ja, das hat uns Manuel erklärt und ich fand es auch super spannend.
00:00:56: Ich muss dazu schon sagen, ich wusste es schon vorher dass diese Boxen bei der Tafel landen die nicht abgeholt wurden beziehungsweise die nicht zugestellt werden konnten.
00:01:06: Mir war die Dimension echt klar!
00:01:08: Und er hat einfach von rund dreihundert Boxen gesprochen, die eben auf einen Schlag dann mal denen ankommen also sprich an einem Tag angeliefert werden vom DHL und Co.
00:01:18: Einfach weil... die Boxen nicht zustellbar waren in dem Augenblick und das ist die Firmenphilosophie so fortzustellbar, damit sichergestellt oder garantiert ist dass quasi kein Bruch in der Kühlkette geben könnte.
00:01:32: Aber wir können jetzt schon sagen diese Sachen sind immer noch gut.
00:01:35: Ja, stellt man sich mal vor da wäre nicht das rote Kreuz mit der Tafel, die das dann annehmen würden, dann wäre das ja alles Müll.
00:01:42: Das würde ja alles vernichtet werden weil diese Boxen werden dann erneut zugestellt also neu verpackt und dann wird das Gericht noch mal versand, also komplett neu.
00:01:52: Also ich finde diese Menge Irren auch richtig krass... Das ist ja dann auch für eine Tafel in dem Augenblick die Herausforderung.
00:02:01: So viel Kühlenmöglichkeiten haben sie nicht.
00:02:05: Auch personell gesehen muss alles ausgepackt werden.
00:02:08: Wer sich schonmal so ne Box bestellt hatte weiß dass es ein Viertel ist Inhalt und der Rest ist Verpackungen was alles Müll ist am Ende.
00:02:18: Und das muss ja auch jemand machen, dann nur auf der Ode.
00:02:21: Also völlig krass und das ist von bis.
00:02:26: also man kann ja alles im Internet bestellen an Essenssachen und ich war krass schockiert.
00:02:34: Also vielleicht ist es gut wenn mehr Leute davon wissen?
00:02:36: Genau!
00:02:37: Das war die Idee weswegen wir das jetzt hier nochmal anbringen.
00:02:39: einfach der Wunsch Also wenn ihr so etwas bestellt, zumindest auf jeden Fall in den Ferien oder wenn ihr mal weggeht.
00:02:46: Oder ihr wisst ich kriegt das gar nicht gepeilt dazu sein.
00:02:50: Guckt euch das abbestellt oder was auch immer weil es einfach logistischer Wahnsinn ist der dann daraufhin folgt.
00:02:58: Ja und damit viel Spaß mit unserem Gespräch.
00:03:28: herzlich willkommen beim Podcast Klimafunkengespräche aus Mannheim.
00:03:32: Ich bin Magdalena Schlenk
00:03:33: Und ich bin Karoline Golli.
00:03:35: Beide arbeiten wir bei der Klimaschutzangentur Mannheim und beschäftigen uns tagtäglich mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz hier bei uns vor Ort.
00:03:43: In unserem Podcast sprechen wir mit Menschen, die Mannheim-Nachhaltiger machen und unseren heutigen Gast.
00:03:48: Der macht eine ganz, ganz wichtige Arbeit beim
00:03:50: Roten
00:03:51: Kreuz in Manheim und wir reden über Bereiche, die vielleicht für euch da draußen gar nicht so direkt mit dem DHK in Verbindung stehen.
00:04:00: Deswegen ganz gespannt herzlich willkommen Manuel Wanzer!
00:04:04: Ja, hallo.
00:04:04: Vielen Dank für eure Einladung und ich freue mich mit geschehen zu sein.
00:04:08: Hallo!
00:04:08: Sehr schön.
00:04:10: Wir haben ja unseren Gästen in meine kleine Aufgabe vorab gegeben einen Gegenstand mitzubringen der irgendetwas mit dem Arbeitsalltag auch zu tun hat und wir sind sehr gespannt was du uns schönes mitgebracht hast.
00:04:22: und für die Zuhörerinnen da draußen die müssen das erst mal akustisch erkennen können also wie stellst du es akustischer?
00:04:29: Da habe ich mir lange Gedanken gemacht darüber weil mein Bereich, da gibt es schon sehr viele Geräusche im Gotteswellen.
00:04:36: Aber wir testen's einfach mal!
00:04:41: Okay ich glaube das war für jeden gut zu erkennen
00:04:44: oder?
00:04:45: Ja auf jeden Fall
00:04:47: Ich kanns auch gerne auflösen.
00:04:48: Es ist ein Apfel.
00:04:50: im Bereich Lebensmittel bin ich ja auch tätig beim deutschen Roten Kreuz und Bereich Tafel.
00:04:56: Und das ist ein apfel von insgesamt rund zwei Tonnen Obst und Gemüse die wir jeden Tag einsammeln.
00:05:03: Insgesamt sind es dreieinhalb Tonnen an Lebensmitteln und der Großteil ist Obst und Gemüse.
00:05:09: Jetzt hast du schon die Tafel angesprochen oder die Lebensmittel spenden?
00:05:14: Wir kommen jetzt erstmal noch zu einem anderen Bereich, in dem du auch arbeitest.
00:05:18: Wir haben uns ja im Februar das erste Mal beim Grünen Valentin-Zack kennengelernt.
00:05:20: Das war eine Veranstaltung die wir in Kooperation mit der Stadtbibliothek Mannheim und Klimaschutzangentur Mannheim veranstaltet haben Und da hast du unter anderem die Kleiderspendenangebote, Second Hand Läden des Deutschen Roten Kreuz vorgestellt.
00:05:33: Kannst du nochmal kurz zusammenfassen wie das funktioniert?
00:05:36: An wen sich das Angebot dieser Läde richtet?
00:05:39: Das Angebot regt sich an jeder Mann oder jede Frau.
00:05:42: Es ist also nicht so, dass jetzt nur Bedürftige einkaufen können oder ausgewählte Zielgruppen, sondern die Second-Hand-Läden sind wirklich offen für alle.
00:05:51: Wir bieten hochwertige und gut erhaltene Kleidung an für einen ganz kleinen Preis.
00:05:57: Das heißt wir haben auch eine Kundschaft querbeet von der jungen Studentin, die ein Vintage-Teil ergattern möchte.
00:06:03: Die haben natürlich auch bedürftigen Menschen, die bekommen bei uns noch mal einen sehr satten Rabatt dazu.
00:06:11: Sowohl für jedermann, als auch um sozial Schwächer mit modischen Artikeln zu versorgen.
00:06:20: Also jeder darf kommen?
00:06:22: Ja, sehr gut!
00:06:24: Wir alle wissen ja wir haben viel zu viele in den Schränken.
00:06:27: und wenn ich jetzt was vielleicht loswerden würde wollte von meinen Altkleidern und dann wissen wir auch alle... wohin damit, die Container stehen ja häufig auch nicht mehr in der Gegend rum.
00:06:39: Kann ich was bei euch abgeben und wie viel Spenden bekommt ihr denn eigentlich so insgesamt?
00:06:44: Und gibt es etwas, was ihr ganz beagt vielleicht sogar gerade bereuchtet, was sinnvoll wäre wenn's abgegeben werden würde?
00:06:50: Also sinnvoll ist generell das, was man selbst noch tragen würde also bitte mit allen Knöpfen dran ohne Risse, ohne die Hose die beim letzten Streichten oder im letzten Ölwechsel verwendet wurde.
00:07:01: Das haben wir nämlich auch sehr häufig Gerne auch saisonal.
00:07:06: Jetzt im Sommer gerne Sommerwache, im Winter wieder dann die dickeren Pullover.
00:07:11: das hat einen Hintergrund dass wir nur sehr begrenzte Kapazitäten für Lagermöglichkeiten haben.
00:07:15: deswegen aber ja man kann in unseren Second Handleden jederzeit einfach reinspazieren und sagen guten Tag ich hätte was zum abgeben und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen das dann in Empfang wird dort dann händisch aussortiert und entsprechend dann kategorisiert und auf den Bügel gehangen.
00:07:31: Wir haben aber auch noch sehr viel Ausschusswache in der Tat.
00:07:33: Also es klappt nicht immer, dass die Sachen einwandfrei sind.
00:07:37: also wir haben noch mehrere Tonnen ungefähr fünf Tonne alle zehn Wochen reine Ausschussware.
00:07:46: Ich muss jetzt nochmal nachfragen wie viele Standorte für Kleidarten ... Ja, second-Händleden gibt's denn eigentlich bei euch?
00:07:54: In Mannheim?
00:07:54: Wir haben jetzt einen Second-Handladen geschlossen.
00:08:00: Dort kommt eine Tafel rein, aber wir haben noch ein Interneckerstadt drüben der Mittelstraße und ansonsten noch einen in Weinheim und auch in Hockenheim.
00:08:10: Perfekt!
00:08:10: Vielleicht können wir einfach mal den Show notes verlinkt von wo die alles sind?
00:08:13: Dann findet man die genau.
00:08:15: Aber da hat mir jetzt eine hervorragende Brücke schon das von der Tafeln gesprochen.
00:08:19: deswegen wechseln wir jetzt gerne in diesen Bereich hast du uns ja auch im Vorfeld gesagt dass dir Ganz besonders am Herzen liegt, deswegen gehen wir jetzt besonders darauf ein und der Apfel war ja schon der Icebreaker dazu.
00:08:31: Also ihr führt die ja auch quasi.
00:08:33: also im Sinne von ihr seid eine einer von möglichen vielen Trägern der Tafeln Und es gibt hier auch noch das Tafel Mobil, finde ich auch super spannend.
00:08:42: Vielleicht kannst du auch gerne mal da dazu kurz was erklären.
00:08:45: wie ist das aufgebaut?
00:08:46: Wie werden die Angebote genutzt?
00:08:48: Ja, dass das Gefühles kommen genug Menschen oder dürften doch mehr kommen.
00:08:52: Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir auch dadurch, das wir in Mannheim ein großes Logistikzentrum sind.
00:08:59: Dass wir Lebensmittel zur Verfügung haben – es ist allerdings auch ein täglicher Kampf!
00:09:04: Unser Team arbeitet daran weiter Spenden zu generieren und Lebensmittel einzusammeln.
00:09:10: Ich mache auch öfters mal Führungen durch unser Zentrallager und dann staunen die Menschen immer wie viele Lebensmittel dort eigentlich auf Lagers sind.
00:09:18: Allerdings versorgen wir jede Woche momentan fünftausend Menschen.
00:09:21: Das heißt, würde da die ständige Nachschub kommen in Anfangstrichen nach Schub wäre das Lager auch relativ schnell leeren.
00:09:29: Und wir haben in Mannheim stand heute drei Tafeln.
00:09:33: Die sind strategisch verteilt im Süden Norden und Mitte.
00:09:36: Das ist Neckarstadt Waldhof und Rheinau machen jetzt ab Juni noch eine neue Tafel auf im Stadtteil Jungbusch als Viertetafel.
00:09:43: Dann haben wir noch die Tafels Hockenheimen und Tafelen Edlingeckerhausen.
00:09:46: Das sind unsere dann insgesamt sechs stationären Punkte Und das bereits angesprochenen Tafelungbiedeln.
00:09:52: Es hat einen Hintergrund, dass wir näher an den Menschen rankommen wollten.
00:09:56: Das heißt... ...das Fahrzeug fährt zum Beispiel durch Ilversheim, Ladenburg, Schriesheim, Weinheim und Hethersheim.
00:10:03: Eine Fahrt gerade mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist zwar möglich nach Mannheim rein,... ...ist aber nur eine halbe Weltreise teilweise.
00:10:10: Und das bei der Reise gerade im Sommer und damit ein Weg zurück.
00:10:13: Deswegen haben wir gesagt, nee, wir wollen zu den Menschen hinkommen haben uns dieses Fahrzeug angeschafft.
00:10:18: Das war jetzt vor eineinhalb Jahren und der Erfolg gab uns dann auch recht, also die Kundenzahlen steigen in den kleineren Gemeinden wie generell überhaupt.
00:10:27: Wir haben jedes Jahr momentan zwischen sieben und zehn Prozent Zuwachs bei uns.
00:10:32: Ah, da habe ich jetzt nochmal zwei Fragen.
00:10:34: Weil du hast gesagt es sind fünftausend Menschen die zu euch kommen.
00:10:37: Du meinst rein in Mannheim oder meinst im Rhein-Neckar-Greis?
00:10:40: Also dieses Gebiet das ihr bedient ist größer als Mannheim, oder?
00:10:42: Es ist insgesamt fünftaussend Menschen.
00:10:44: allerdings der Großteil spielt sich wirklich an Mannheim ab.
00:10:47: Wir haben digitale Kundensysteme.
00:10:49: Das heißt wir wissen ganz genau können alle Minuten quasi nachschauen wie viele Kunden gerade wo aktiv und registriert sind.
00:10:56: Und es sind rund über dreitausend Familien, die registriert sind.
00:10:59: Dann kommt eben Vater, Mutter und Kinder.
00:11:01: Deswegen kommen auf nur fünftausend Menschen jede Woche.
00:11:04: Und knapp neunzig Prozent davon spielt sich im Mannheim auch.
00:11:09: Ah
00:11:09: okay.
00:11:09: Ja krass!
00:11:10: Der Rest ist dann noch in den Radgebiet
00:11:12: oder?
00:11:12: Die Peripherie außen rum
00:11:14: genau.
00:11:15: Du meinst ja auch gerade dass das irgendwie von Jahr zu Jahr werden's mehr Menschen, die zu euch kommen.
00:11:19: Da hätte mich interessiert weil du hast vorher gesagt, du habest schon seit drei Jahren... jetzt in dem Job, den du gerade machst und hast so... In dieser Zeit, ich meine das ist auch nicht so lang.
00:11:27: Hast du da noch andere Schwankungen gemerkt?
00:11:30: oder hast du auch politische Entwicklungen dann gespürt?
00:11:33: Dass mehr Leute euch aufsuchen beziehungsweise dass es zurückgegangen ist also spürt man in deinem Job gesellschaftlichen politischen Wandel auch
00:11:40: Wir merken den Wandel darin.
00:11:42: Es war früher ganz klar Tafel ist für zum Beispiel Leute vom Jobcenter oder Asylleistung usw.
00:11:49: Das hat sich komplett gemischt.
00:11:51: Wir haben mittlerweile zwanzig Prozent Seniorinnen und Senioren bei uns, das heißt die auch ihr Leben lang im Arbeitsleben gestanden sind.
00:11:58: Die Rente aber dann am Ende nicht mehr reicht.
00:12:00: Und auch die haben Anspruch auf ein Tafelausweis, die Kundengruppe.
00:12:04: Hier haben wir auch mehr vermehrte Studenten mittlerweile, Studierende gerade in Mannheim, die auch sagen ja ich habe einen kleinen Job und kriege auch ein bisschen Barfück, aber in der Monatssumme reich es nicht zum Leben.
00:12:15: Das heißt die demografischen Daten, die haben sich bei uns gewandelt in den letzten drei Jahren.
00:12:20: Es scheint ja jede Altersgruppe zu euch zu kommen.
00:12:22: So wie du es erzählst, ne?
00:12:24: Es springen Kinder um bis zum... Ich glaube unsere älteste Kundin ist sießundneunzig.
00:12:28: Oh was!
00:12:29: Und die kommt auch noch.
00:12:30: Also wenn
00:12:30: ihr das mobile
00:12:31: in Anspruch ne, die kommt tatsächlich.
00:12:33: Die kann auch kommen.
00:12:34: schön
00:12:35: Ja also unglaublich wertvoll.
00:12:38: In unserem Podcast wollten wir ja Menschen vorstellen, die sich trotz all der Situationen und man sieht es ja, gesellschaftlich ändert sich dahingehend.
00:12:47: Vieles auch nicht zum Positiven finde ich super wenn Menschen da weitermachen und sich nicht demotivieren lassen.
00:12:54: Deswegen schiebe jetzt noch eine andere Frage voran was hat dich denn?
00:13:08: ohne meine ganze Lebensgeschichte im Lebenslauf darzustellen.
00:13:11: Aber ich war in der glücklichen Lage, dass ich mich beruflich neue umorientieren konnte und auch wollte.
00:13:17: Ich habe jahrelang einen ganz anderen Branchen gearbeitet quasi auch teilweise auf der anderen Seite sozusagen gearbeitet und dachte mir, ich muss mal was Neues machen in meinem Leben.
00:13:27: Was meinst du heute genau?
00:13:28: Wo hast du da gearbeitet?
00:13:29: In der Logistikbranche zum Beispiel auch Ab dann, es war eine ganz normale Stellenausschreibung.
00:13:36: Mein Vorgänger ging in Rente und die Anekdote dazu ist das ich meinem damals sechsjährigen Kind erzählt habe.
00:13:43: was ich denn jetzt mache muss man weiter ausholen.
00:13:45: was ist eine Tafel?
00:13:45: Was ist Armutsgefährdungen usw.
00:13:49: Und hört alles so an und lehnt sich dann so neunmal klug zurück und sagt ach Papa jetzt mach's immer was Sinnvolles im Leben.
00:13:56: Das ist schön!
00:13:57: Also ich dachte mir dass ich mal was Sinnfulles gemacht hab in meinem Leben.
00:13:59: aber und das stimmt auch ja Also ich klopfe mich jeden Abend auf die Schulter, um Gottes Willen.
00:14:05: Ich beziehe mich eher als Dumptöer, um das Ganze zusammenzuhalten.
00:14:10: Insgesamt arbeiten ja also mit beiden Abteilungen rund dreihundert Menschen für diese Sache.
00:14:15: Also nicht für mich sagen wir die Sache an sich aber ja es ist eine schöne und sinnvolle Tätigkeit.
00:14:22: Wundervoll dass uns Kinder immer wieder vor Augen führen was eigentlich das Richtigere oder Sinnvollere wäre.
00:14:26: Also wunderschön!
00:14:27: Schöne Anekdote.
00:14:28: jetzt sind da draußen vielleicht ganz viele Menschen die auch Lust haben etwas Sinnvolleres vielleicht zu tun.
00:14:33: Vielleicht geht es aber nicht sofort den Job zu wechseln, das heißt man könnte ja wenigstens in seiner Freizeit anfangen.
00:14:38: Ehrenamtsmöglichkeiten gibt's bei euch ohne Ende glaube ich.
00:14:42: Kannst du gerne mal ausführen wie man euch unterstützen könnte außer beispielsweise Kleiderspenden vorbeibringen?
00:14:49: Gibt es noch andere Wege?
00:14:50: Genau also in beiden Abteilungen sowohl Tafel als auch Second Hand arbeiten.
00:14:54: wir ist die Grundlage und wirklich die feste Säule ist es ehrenamt.
00:14:59: Beide beide Abteilung sind wirklich abhängig vom Ehrenamt in Anführungsstrichen.
00:15:05: Wir haben eine gute Ausgangslage, das heißt wir haben ehrenamtliche die arbeiten teilweise schon seit zwanzig Jahren bei der Tafel.
00:15:12: viele kommen mehrmals die Woche manche kommen einmal alle zwei Wochen für zwei Stunden.
00:15:17: da sind wir völlig flexibel.
00:15:18: also wirklich jede Stunde zählt und es ist jeder eingeladen uns zu helfen.
00:15:23: wir haben ein sehr festes Team sehr schönes Team auch unser.
00:15:27: Es ist ein sozialer Raum innerhalb der Tafel quasi, also sowohl auf Kundenseite als auch auf der Ehrenamt-Seite.
00:15:33: Da wird dann unter Kuchen gebacken und der nächste bringt einen Kaffee mit so ungefähr und einfach in den Läden vorbeischauen, einfach vorbeishauen zu einer Öffnungszeit und sagen Kontakt, Interesse am Ehrenamt.
00:15:43: und wir haben überall Ladenleitungen positioniert und die können dann alles vor Ort erklären oder einfach mal reinschnubbern für ein paar Stunden, für ein Paar Tage und sich dann vielleicht fürs Ehrenabend entscheiden bei uns.
00:15:54: Lieben gerne!
00:15:55: Wir verlinken das auch alles noch mal bei uns in den Shownauts.
00:15:58: genau, dass man es auch findet.
00:15:59: Ja, absolut sinnvoll kann ich nur unterstützen!
00:16:03: Ja und damit sind wir leider schon am Ende der Folge angekommen.
00:16:06: Vielen Dank, dass du die Zeit genommen hast Mahneut.
00:16:09: Sehr gerne.
00:16:09: Cool, dass Du da warst.
00:16:12: Bevor wir Dich verabschieden, noch unsere Abschlussfrage... Wo ist denn dein Ort in Mannheim, wo du so an einem Feierabend nach einem sehr stressigen Arbeitstag entspannen kannst?
00:16:23: Ich wohne sehr günstig gelegen am Rhein und mit den großen Rheinwiesen.
00:16:28: Und war gerade gestern Abend dort jetzt, wo das Sommer kommt.
00:16:32: Das ist dann schon sehr angenehm.
00:16:34: Den Hund schnappen und einfach mal eine Runde laufen.
00:16:37: Da kann man dich auch mal nicht mehr treffen.
00:16:39: Auf jeden Fall!
00:16:42: Ja, Manuel vielen lieben Dank, dass du da warst.
00:16:43: Dass du uns den Einblick gegeben hast in die Tafel und auch in die Second Hand-Läden sehr wertvoll.
00:16:49: Wir sind tatsächlich am Ende.
00:16:51: deswegen ein großes Dankeschön an euch beide, ein großes Danke schön an das Stadtmedienzentrum besonders an Patrice und an Dennis für die technische Unterstützung Und wie immer an euch, liebe Hörerinnen da draußen ein Aufruf.
00:17:04: Wenn ihr Fragen rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Mannheim habt, dann seid ihr bei uns ganz richtig!
00:17:10: Unsere Kolleginnen und wir sitzen direkt am Hauptbahnhof und beraten zu allen möglichen Themen von Sanierung, nachhaltig-Leben, Mülltrennung usw.
00:17:19: Sofort.
00:17:19: Also wenn ihr Fragen habt kommt auf uns zu.
00:17:21: Wir helfen euch gerne.
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