Volle Kiste statt volle Tonne

Shownotes

In dieser Folge von „Klimafunken – Gespräche aus Mannheim“ dreht sich alles um Lebensmittelverschwendung und darum, wie jede und jeder ganz einfach dazu beitragen kann, wertvolle Lebensmittel zu retten.

Zu Gast ist Simone von Foodsharing Mannheim. Sie erzählt, wie sie bereits über 11.600 Kilogramm Lebensmittel vor der Tonne bewahrt hat und wie aus einer einfachen Neugier ein großes ehrenamtliches Engagement wurde.

Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Foodsharing funktioniert, wie man selbst Foodsaver*in werden kann und was bei einer typischen Lebensmittelrettung eigentlich passiert. Simone berichtet von überraschenden Funden, besonderen Rettungsaktionen und erklärt, warum stabile Obstkisten für sie zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören.

Außerdem gehen wir folgenden Fragen nach: Ist Foodsharing eine Konkurrenz zur Tafel? Was passiert mit den geretteten Lebensmitteln? Und warum geht es dabei um viel mehr als nur darum, Essen kostenlos weiterzugeben?

Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie viel Lebensmittel täglich im Überfluss vorhanden sind und wie gemeinschaftliches Engagement dazu beitragen kann, Ressourcen zu schonen, das Klima zu schützen und gleichzeitig anderen Menschen eine Freude zu machen.

Vielleicht bekommt ihr beim Hören ja selbst Lust, künftig ein Teil der Foodsharing-Community zu werden.

Shownotes:

Mehr Informationen zu Foodsharing, den Verteilerstellen und Möglichkeiten zum Mitmachen findet ihr unter https://foodsharing.de/region/mannheim

Informationen und Beratungsangebote der Klimaschutzagentur Mannheim findet ihr unter: https://klima-ma.de/

Ihr möchtet einen Blick hinter die Kulissen werfen oder sehen, welchen Gegenstand Simone ins Podcaststudio mitgebracht hat? Dann schaut gerne auf Instagram unter @klimaschutzagentur.mannheim vorbei.

Transkript anzeigen

00:00:06:

00:00:29: Und damit herzlich willkommen beim Podcast Klimafunkengespräche aus Mannheim.

00:00:32: Ich bin Magdalena Schlenk

00:00:34: und ich bin Karolina Golli,

00:00:35: wir sind beide bei der Klimaschutzagentur Manheim tätig und beschäftigen uns tagtäglich mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz hier vor Ort in Mannheim.

00:00:42: In unserem Podcast sprechen wir ja mit Menschen die unsere Stadt nachhaltiger machen.

00:00:46: heute beschäftigen wir uns mit einem Thema bei dem jeder und jeder ganz einfach loslegen kann.

00:00:51: es geht nämlich darum Lebensmittel im Müll zu vermeiden und wie man die retten kann.

00:00:57: Ja, genau.

00:00:57: Wir freuen uns erst wieder zu einer richtigen Expertin heute hier haben.

00:01:00: Willkommen Simone!

00:01:01: Simone ist von Foodsharing Mannheim und bevor wir jetzt über deinen Gegenstand sprechen wollte ich dich fragen kannst du uns sagen wie viele Lebensmittel du insgesamt bereits vor der Tonne bewahrt hast?

00:01:13: Ja hallo Ich freue mich erst mal hier zu sein.

00:01:15: Hallo Vielen Dank für eure Einladung.

00:01:19: Bei Foodsharing bin ich seit ... ... und wie ich noch mal nachgeschaut habe, bevor ich hergekommen bin.

00:01:26: Habe ich mittlerweile ... ... Lebensmittel gerettet.

00:01:32: Das ist echt unglaublich oder?

00:01:33: Absurd!

00:01:35: Ich muss mal vorstellen was kauft man so ein wenn man einkaufen geht vielleicht so vier-fünf Kilolebensmittel

00:01:40: erstückt.

00:01:41: Du hast schon viel.

00:01:42: Man legt nicht mehr Einkäufe das im

00:01:44: Jahr zu.

00:01:44: Ja also es kommt ziemlich viel zusammen und es ist auch wirklich erschreckend wie viel da zusammenkommt.

00:01:50: Kannst du noch mal erklären, wo du das jetzt so genau nachschauen konntest?

00:01:53: Weil wir können es ja nicht mehr recapitulieren von unseren Einkäufe, sag ich mal.

00:01:57: Ja, wir haben eine Foodsharing-Homepage und da haben jeder Food-Selver hat einen Profil Und auf diesem Profil wird genau gezählt Es kommt immer ein bisschen drauf an in welchem Betrieb Wir abholen.

00:02:10: bei manchen Betrieben gibt es ein bisschen mehr Lebensmittel zu retten Bei Manchen gibt es etwas weniger.

00:02:16: Das wird alles ausgemacht mit dem Betriebsverantwortlichen jeweils.

00:02:21: Und dann wird es auf das eigene Konto draufgezählt, ob es eben zwei Kilo waren oder zehn Kilo war.

00:02:29: und mit jeder Abholung, die ich mache, kommt diese Kilogramm auf mein Konto.

00:02:34: Deswegen weiß ich genau, ich habe elf Tausend sechshundert acht Kilogrammi gerettet!

00:02:39: Wow, unglaublich.

00:02:39: Ich finde das voll cool!

00:02:42: Ja

00:02:42: und um solche Mengen zu retten braucht es ja auch einen bestimmten Gegenstand den du uns heute mitgebracht hast.

00:02:47: Maximus dem mal zeigen vielleicht erstmal anhand eines Geräusches falls das möglich ist?

00:02:51: Ja,

00:02:53: meinen Gegenstand, den ich heute mit gebracht habe dass die Food Saber unter uns die hören das genau und zwar hört man wenn dieses einrasten.

00:03:07: Ich habe eine Retterkiste mitgebracht.

00:03:10: Es ist eigentlich eine Obst- und Gemüsekiste, die ist für uns ganz wichtig.

00:03:18: Natürlich kann man auch in Taschen und Tüten die Lebensmittel retten.

00:03:23: In verschiedenen Größenordnungen ist es aber tatsächlich wichtig stabile Kisten zu haben, dass die Lebensmitte nicht wieder auf den Boden purzeln oder die Tüte reißt.

00:03:33: Und in dem Fall habe ich diese Kiste mitgebracht, dass ihr genau sehen könnt wie wichtig es ist verschiedene Lebensmittel eben in diesen Kisten zu transportieren.

00:03:42: Die kann man gut stapeln am besten auch noch auf einem Rollbrett das man noch mehr Lebensmitteln wegbekommen von dem jeweiligen Betrieb.

00:03:50: und das ist mein wichtigster Gegenstand.

00:03:52: Wie viele dieser Kisten besitzt du?

00:03:54: Ich weiß es nicht.

00:03:58: Also wenn ich meine Familie frage, sagen die zu viele?

00:04:02: Weil sie im ganzen Haus verstreut sind, im Vorgarten liegen welche, im Garten legen welche, in den Gartenhäuschen liegen welche.

00:04:07: weil ich immer mal wieder neue dazu bekomme und das auch mal angefragt werde von anderen Food-Sailern ob ich mal eine leihen könnte oder auch mal zwei und deswegen habe ich tatsächlich den Überblick ein bisschen verloren.

00:04:20: aber es sind mindestens

00:04:23: Wow, wow.

00:04:25: Das kann ich mir gut vorstellen dass man das braucht in den Mengen die er da so rettet.

00:04:30: Ja gehen wir mal nämlich Kildau oder darauf ein.

00:04:32: also ihr rettete ja eine breite Palette an Lebensmitteln.

00:04:36: In deiner Kiste hast du uns auch was mitgebracht und ich erkenne es ist das was jeder bei uns im Lebensmittelbereich logischerweise auch konsumiert.

00:04:43: von Backfahren, Obst und Gemüse verpackte Lebensmittel sind dann auch mit dabei die kurz oder quasi über den Mindesthaltbarkeitsdatum sind.

00:04:53: Blumen drettet ihr ja auch, so weit ich weiß?

00:04:56: Ja, der

00:04:56: hat genau Blumen.

00:04:58: Gibt es da etwas was ich jetzt nicht aufgezählt habe und vielleicht kannst du mal für alle da draußen, die vielleicht noch niemals von Futurin gehört haben vorher oder keine Idee haben wie das abläuft, mal eine typische Abholung beschreiben.

00:05:11: Auch da muss man sagen, es kommt auf den Betrieb drauf an.

00:05:14: Also ist das ein Unterschied ob ich bei einem Bäcker rette oder ob in einem Supermarkt rette?

00:05:22: Es gibt natürlich auch Märkte die berettet werden und wenn ich so einen Bäcker gehe bringe ich natürlich Backware mit raus.

00:05:33: Ja, es gibt Situationen auch beim Bäcker.

00:05:37: hier kennt ihr diese Kühlschränke dann Mitgetränken oder manchmal gibt es mittlerweile auch schon Joghurt bei Bäckern.

00:05:44: Sollte Sachen werden uns auch mal mitgegeben, alles was eben auch in dem Kühlwahnbereich ist.

00:05:50: Bei der Supermarktabholung ist es tatsächlich querbeet.

00:05:53: da gibt's dann auch Mal eine Spüliflasche deren Deckeldefekt ist die nicht mehr im Regal verkäuflich ist.

00:06:01: oder Was habe ich auch schon gerettet?

00:06:03: Luftballons Die waren schon

00:06:07: aufgebrustet?

00:06:07: Nein, die waren schon aufgerissen.

00:06:10: Aber die war noch nicht mit Helium oder so

00:06:12: was?

00:06:12: Nein.

00:06:12: Die waren aufgerissene Packung und die muss wohl ein Kunde oder vielleicht sogar ein Kind aufgerißen haben und ins Regal gelegt haben und solche Sachen nehmen wir dann mit.

00:06:23: ja aber eigentlich sind es vorwiegend Lebensmittel.

00:06:27: so sollte es auch sein bisschen ja bei Food Sharing.

00:06:32: Eine Bekannte von mir hat mal zu kurz nach Ostern eine ganze Ladung Schokohasen gehabt.

00:06:40: Also richtig absurd diese Menge, die dann auf einmal angekommen ist und Überkennung wie über Wochen gefühlt versorgt wurde.

00:06:50: Fand ich eine super besondere Rettungsaktion an dieser Stelle.

00:06:53: was war denn deine?

00:06:55: Die du dich besonders erinnern kannst

00:06:57: auch da.

00:06:58: Die Hasen hatte ich auch schon.

00:06:59: Und die Nikoloise

00:07:00: hatte ich ja auch schon!

00:07:03: Also da freuen wir uns.

00:07:05: Food Saver tatsächlich immer, weil wir geben die Lebensmitteljahr weiter also wir retten nicht für uns.

00:07:13: natürlich nehmen wir uns dann den einen Schokohasen oder die zwei Nikoloisen aber letztendlich retten vor der Mülltonne, dass die Lebensmittel nicht weggeworfen werden und dann haben wir auch eine breite Abgabestelle oder sollten wir zumindest haben.

00:07:29: Ich habe einen eigenen Verteilerkreis über eine WhatsApp-Gruppe.

00:07:31: da bin ich noch verantwortlich für den einen Verteilerschrank und somit bekommen wir das alle los.

00:07:39: also wenn dann diese vielen Nikoläuse kommen freuen wir uns immer weil dann können wir sehr viele Menschen glücklich machen.

00:07:46: Eine meiner Prägenz den Abholungen war tatsächlich auf einem großen Markt und da habe ich eine Palette bekommen mit Aprikosen in Plastikbehältern.

00:08:01: Und in erster Linie dachte, oh das sind aber viele.

00:08:06: was ich dann noch nicht gesehen hab dass die vielen mindestens die Hälfte davon nicht mehr genießbar waren Aprikosenbehälter, diesen ersten Plastikbehältern hochgehoben habe und dass ein wenig wässrig unten rausgelaufen ist.

00:08:22: Ich habe gesagt okay das wird eine größere Rettung.

00:08:24: Und am Schluss war es dann so, dass wir tatsächlich meine Foodsharing-Kollegin Wir waren an dem Tag nur zu zweit leider auf dem Boden saßen, am Gullin und haben dann die einzelnen Aprikosen aus den Behältern raus.

00:08:38: Und haben dann sortiert das Plastik und die genießbaren und die nicht genießbar.

00:08:43: Das war eigentlich erst mal vielleicht so.

00:08:46: im erster Linien denkt man so oh nein!

00:08:48: Auf der anderen Seite es war so lustig da, weil wir saßen da aufm Boden, auf der Straße in die Sonne schienen und wir dachten okay wie retten die?

00:08:58: Und wenn es nicht so gut ist und wenn's nicht so toll ist jetzt mit diesen besseren Aprikosen, aber wir nehmen so viel mit wie wir können.

00:09:06: Das war so ein Erlebnis.

00:09:07: also da saßen wir eineinhalb Stunden auf dem Boden

00:09:10: Da ist echt der Wille dabei.

00:09:13: Ja,

00:09:13: also das muss man tatsächlich wollen.

00:09:17: Ich hätte noch mal eine vorgelagerte Frage, weil du hast jetzt so ein bisschen erzählt wie ihr kriegt dann die Lebensmittel?

00:09:21: Ihr seid da nicht alleine und dann wird es auch verteilt an eurem Bekanntenkreis oder über eine WhatsApp-Gruppe.

00:09:26: Aber was geht denn voraus?

00:09:27: woher weißt du wo gibt's gerade etwas abzuholen?

00:09:31: Also vielleicht dass du den Anfang von dem Prozess... Wie kommst eigentlich zu dem richtigen Laden und wie wirst Du auch Food Saber rinnen?

00:09:38: Genau!

00:09:39: Also genau das ist der Anfang.

00:09:42: Man muss es erst mal wollen und dann findet man über die Homepage, kann man sich einlesen in das ganze System und dann kann man einen Quiz machen, einen Foodsharing-Quiz.

00:09:56: nachdem man sich eingelesen hat kann man bestehen sollte man bestehnen.

00:10:02: wenn man nicht besteht darf man's auch nochmal machen.

00:10:06: Damit bekommt man einen Foodsharing-Ausweis, nachdem er drei Abholungen absolviert hat mit Foodsalvern.

00:10:15: Man nennt es Einführungsabholungen also eine kleine Ausbildung im Betrieb, dass man mal ein Bäcker gesehen hat und mal einen Supermarkt gesehen hat oder vielleicht ein Caterer gesehen hat, das man sich als neuer Foodshelver auch Gedanken machen kann ob das für einen selbst was ist?

00:10:33: Ob man das von der Menge hinbekommt Und dass der Food-Saver, der ihn einlernt sieht ob ich dafür geeignet bin.

00:10:42: Weil es sind leider immer mal wieder auch Food-Server dabei die tatsächlich sagen das ist nur für mich und den schauen wir mal wie viel's ist.

00:10:50: vielleicht werfe ich dem Rest dann doch weg.

00:10:52: ist es leider nicht immer so schön gestreut die Lebensmittel oder werden so toll verteilt wie man sich das vorstellt.

00:11:01: Dann hat man eben diese Einführungsabholung.

00:11:05: Wenn man den Ausweis hat, dann muss man noch eine Hygieneschulung absolvieren.

00:11:09: Weil es ist auch ganz wichtig bei Foodshelgen ohne Hygiene-Schulungen darf man nicht in die Betriebe rein und da darf man sich auf Betriebel bewerben.

00:11:17: Wo

00:11:17: macht man die Hygienschulung?

00:11:18: Ist das beim Gesundheitsamt oder...

00:11:19: Nein, die ist online auch auf unserer Plattform.

00:11:21: Also

00:11:21: wird mal informiert.

00:11:22: Genau!

00:11:23: Da darf man auch lesen und sich einarbeiten und dann bekommt man eben Fragen gestellt.

00:11:29: Und wenn man das gemacht hat ... bekommt man diesen Sticker auf seinem eigenen Profil, auf der Homepage und da sieht jeder.

00:11:36: Ich habe diese Hygieneschulung absolviert.

00:11:38: ich darf jetzt anfangen zu

00:11:40: retten.".

00:11:41: Dann gibt es haben wir eine Karte in meinem Fall die Mannheimkarte.

00:11:46: dort sehe ich genau welche Betriebe gibt das in Mannheim?

00:11:49: Welche kooperieren mit Foodsharing und welches sind gerade geöffnet.

00:11:55: also ist auch nicht so dass ich in jeden Betrieb in Mannheimer abholen darf Von der Rheiner kommen heißt es nicht unbedingt, dass ich in Käfer teilweise retten darf.

00:12:04: Bei uns ist auch teilweise sehr wichtig, dass wir auf die Umwelt eingehen und manche Betriebe legen ganz großen Wert darauf bzw.

00:12:13: die betriebsverantwortlichen das eben nur zu Fuß gerettet wird oder nur mit dem Fahrrad.

00:12:18: also kleine Abholungen sollen definitiv nicht mit dem Auto gemacht werden da legen wir auch großen Wert drauf.

00:12:27: nur bewegt wird, wenn große Mengen abzuholen sind die man mit der Tasche oder mit dem Fahrrad nicht mehr transportieren kann.

00:12:33: Auch einfach um das Klima ein bisschen zu schützen.

00:12:36: Genau und dann habe ich mich auf einen Betrieb der geöffnet ist, der in meiner Nähe ist beworben.

00:12:43: Dann muss der betriebsverantwortlich entscheiden ob eben noch Platz es in diesem Team, ob ich in dieses Team passe Und da nimmt er mich in das Team auf und erst dann Darf ich mich auf einen Abholzslot bewerben, bzw.

00:12:58: darf ich mich dort eintragen?

00:13:00: Und dann bin ich auch tatsächlich verantwortlich.

00:13:02: zum Beispiel am Mittwochabend um achtzehn Uhr muss sich dann in den gewünschten Betrieb gehen und dann nehme ich alles mit was es an dem Tag zu retten gibt und da gibt's auch nicht.

00:13:13: Auch nöhe heute möchte ich nicht oder diese Brötchen esse ich nicht, oder muss man halt eben alles mitnehmen und muss es versuchen an den Mann- oder die Frau zu bekommen.

00:13:26: Und wie viel bist du da dann bei der Apolo?

00:13:28: Das hast du grad gesagt zu zweit aber das

00:13:30: ist auch größer.

00:13:31: Genau, das ist unterschiedlich.

00:13:32: also in manchen Betrieben kommt einfach auf die Apolmenge auch drauf an In manchen betrieben gehe ich alleine.

00:13:39: Aber das ist alles vom Betriebsverantwortlichen festgelegt.

00:13:42: In manchen Betrieben holt man zu zweit, es gibt auch Betriebe da holt mal zu fünft oder zu sechst

00:13:47: weil so viel

00:13:48: als leider so viele.

00:13:51: Noch mal ein anderes Thema.

00:13:52: Wir haben ja das Glück, dass wir von Foodsharing ganz oft auch Lebensmittel für unsere Bildungsworkshops kriegen.

00:13:58: Das läuft immer über dich oder andere Veranstaltungen.

00:14:01: Das betonen wir dann natürlich auch wenn die Veranstaltung stattfindet, dass das jetzt gerettete Lebensmittel von Food Sharing Mannheim ist sind aber von den Besucherinnen kommen dann immer wieder die Fragen oder auch so bisschen der Vorwurf ob Foodshare nicht eine Konkurrenz zum anderen angeboten wie zb Tabel?

00:14:19: Was entgegnest du denn auf diese Frage oder dieses Argument?

00:14:24: Diese Frage ist mir sehr wohl bekannt.

00:14:27: Sie kommt

00:14:27: auch sehr oft an mich.

00:14:29: und nein, dem ist nicht so.

00:14:32: Wir müssen ganz klar differenzieren.

00:14:34: wir retten Lebensmittel die normalerweise weggeworfen werden würden.

00:14:39: Und wir bekommen auch Lebensmittel deren Verfallsdatum abgelaufen Die eine Delle haben und nicht mehr so schön sind.

00:14:50: Und die Tafel bekommen diese Lebensmittel nicht, sie bekommt Lebensmittel, die sie verkaufen kann und nicht verschenken kann.

00:15:01: Alles was bei der Tafeln abgelaufen ist darf sie nicht mehr verkaufen.

00:15:05: also da muss man ganz klar sagen die Lebensmittel die wir bekommen werden gar nicht für die Tafe interessant.

00:15:16: Ich bekomme auch oft die Frage ja wieso Gibt es denn deine Sachen dann nicht an Leute, die wirklich bedürftig sind?

00:15:23: Tun wir auch.

00:15:24: Das ist aber nicht unsere Aufgabe, die Bedürftigen zu versorgen.

00:15:27: Unsere Aufgabe ist es, die Lebensmittel zu retten, dass sie erst gar nicht weggeworfen werden um die Bedüftigen zur Versorgung.

00:15:34: dafür ist die Tafel zuständig.

00:15:38: Ja und das ist auf jeden Fall ein spannendes Argument, was da immer gerne kommt Ich sehe das auch so, dass es auf jeden Fall mehr als genug leider gibt an Lebensmittel.

00:15:48: Wir leben ja in der Überflussgesellschaft und sowohl von noch guten intakten Lebensmitteln, die gespendet werden bis hin zu denjenigen, die vielleicht eine Delle haben oder nicht mal ganz perfekt sind.

00:15:58: Da ist schon ne ganze Menge und für alle mehr als genug da.

00:16:03: Ja wir haben jetzt ziemlich viel gelernt über wie es funktioniert, Food Säufer zu absolviert, wie man sozusagen an diesen Tag X rankommt.

00:16:14: Dass man das endlich auch da.

00:16:15: vielleicht haben jetzt daraus noch ein paar Menschen Lust, das zu tun.

00:16:19: Deswegen wird uns natürlich noch ein bisschen interessieren was war denn dein Hauptmotivationsgrund damit zu machen sich zu engagieren?

00:16:26: in zwei tausend dreiundzwanzig hast du gesagt?

00:16:29: Was war der Gedanke dahinter warum du angefangen hast?

00:16:35: Eine Freundin von mir kam zu uns nach Hause und hat gesagt ich habe hier Berliner gerettet und dann habe ich sie gefragt, ich verstehe dich nicht.

00:16:44: Was meinst du mit?

00:16:45: Ich hab die gerettelt.

00:16:47: Sie war dabei eine Frau Und da lagen so viele Backwaren und eine ganze Kiste voll berliner und die werden normalerweise weggeworfen worden.

00:16:56: und Dann habe ich mich habe ich habe ich gesagt wie kann das denn sein was heißt die werden weg geworfen wurden.

00:17:01: und Das war so der start dass ich mir überlegt habe da läuft ja irgendwas schief Da muss ja irgendwas getan werden.

00:17:09: Also es kann nicht eine ganze Kiste Berliner, da wusste ich noch lange nicht, dass das harmlos ist.

00:17:17: Nur eine Kiste!

00:17:19: Und das war so der Startschuss, was ich gesagt habe.

00:17:22: Ich musste jetzt mal schauen, was denn dahinter steckt?

00:17:25: Was hinter dem Thema Foodshelgen steckt und hab mich eingelesen und hab mit Freunden unterhalten die teilweise wussten um was es geht, teilweise nicht Und hab das ein Jahr vor mir hergeschoben, weil ich dachte ach, ich weiß nicht ob ich dafür geeignet bin.

00:17:42: Ob ich wirklich in die Betriebe reingehen kann und sagen kann gib mir mal eure Lebensmittel also im übertriebenen Sinn gibt mir mal euren Lebensmitteln Ich nehme nie mit.

00:17:51: Das ist doch schon so ein bisschen eine Hemmschwelle.

00:17:55: Und habe mich dann nachdem auf der Rhino einen Vortrag war Im Quartierbüro war ein vortrag von Food Sharing Wer möchte Lebensmittel retten?

00:18:08: Und dann habe ich eine Freundin gefragt, wollen wir da nicht mal hin und uns das anhören.

00:18:13: Und dann waren wir da und haben es uns angehört und dann hab' ich gesagt okay und jetzt machen wir's!

00:18:18: Jetzt ziehen wir es gemeinsam durch, dann haben wir gelernt abends bis um elf Uhr und haben gelernt dass wir ja diesen Test nicht behinden, dass wir den Testjahr bestehen.

00:18:30: und so war's dann.

00:18:32: und dann war ich Foodshare muss man tatsächlich sagen.

00:18:36: erst nach den Jahren, nach den Monaten mit Erfahrung jetzt erst weiß ich was es überhaupt bedeutet Futschelgen zu leben und die Lebensmittel zu retten.

00:18:49: Da ist mir noch eine Frage dazwischen noch eingefallen wird man dann auch noch besser in Sachen Kochen einmachen und lernen von wie rette ich die Dinge noch länger?

00:18:59: also weil ich habe mich gefragt mit diesen tausenden Aprikosen Was habt ihr damit gemacht?

00:19:03: Ich möchte die Marmelade heute noch.

00:19:08: Tatsächlich ist das so, ich muss zu meiner Schande gestehen, ich bin eine ganz schlechte Köchin.

00:19:15: Gut dass es das Internet gibt.

00:19:18: und dann gebe ich tatsächlich ein!

00:19:19: Ich habe einen Brokoli, einen Blumenkohl und habe Hähnchen gerettet und habe Pfundingszwiebeln gerettelt und habe Quark gerettert.

00:19:28: und dann heißt es so, das ist meine gerettete Kiste Und dann bekomme ich mein Rezept ausgespuckt und dann koche ich das.

00:19:36: Also es ist wirklich toll, und es macht auch Spaß!

00:19:38: Es kommen immer lustige Sachen

00:19:40: raus...

00:19:41: ...und seitdem muss ich auch tatsächlich sagen habe ich wirklich ein bisschen mehr Spaß am Kochen.. ..und ja, das ist immer eine spannende Geschichte.

00:19:51: Was würdest du jetzt sagen?

00:19:52: Wo können sich Leute hinwenden die auch Lust hätten zu foodshelgen zu kommen?

00:19:56: Auf der Homepage kann man sich

00:19:59: Einfach erster Schritt.

00:20:00: Auf der Homepage kann man sich informieren, was es natürlich auch gibt die Verteiler-Schränke in Mannheim verschiedene Standorte, die auch auf der Home page genannt sind.

00:20:10: an den Verteilerschränkungen sind auch QR-Codes.

00:20:12: da kann man sie sich auch mal einscannen und sich informiert.

00:20:16: dort stehen auch oft die Betriebsverantwortlichen also bzw.

00:20:21: Die Verantwortlichen für die Schränke.

00:20:23: über die kann man auch Kontakt aufnehmen.

00:20:27: Dann kommt man ganz schnell vielleicht mal in so eine WhatsApp-Gruppe oder in einer anderen Verteilergruppe und kommt mit den Leuten ins Gespräch.

00:20:35: Und dann kann es auch schon losgehen!

00:20:37: Sehr schön, wir kommen schon zu unserer Abschlussfrage.

00:20:40: Da fragen wir immer nach Lieblingsorten hier in Mannheim.

00:20:43: Wenn wir uns jetzt vorstellen du hast gerade ne... Rettungsaktion durchgeführt und hast jetzt quasi zwei dieser Kisten, die du uns heute mitgebracht hast.

00:20:51: Voller guter frischer Lebensmittel.

00:20:53: Wo werden so dein Lieblingsort wo du den vielleicht auch mit deiner Familie dann genießen würdest?

00:21:01: Gute Frage!

00:21:04: Ich bin sehr gerne in der Natur Und ich sitze gerne am Wasser.

00:21:09: und wenn ich dann jetzt so ein gemischten Korb Fast wie ein Picknickkorb, also teilweise ist es ja wirklich so mit Backware und Kühlware oder Frischkäse.

00:21:22: Dann setze ich mich gerne an Strandbad mit einer Picknackdecke und dann packt mir das alles aus und dann sitzen wir da und schauen ein bisschen aufs Wasser und können paar Steinchen werfen.

00:21:31: und das ist so mein Ort wo ich sage, da kann ich mich wohlfühlen.

00:21:36: Das klingt sehr gut!

00:21:39: Mega, vielen lieben Dank, dass du heute hier warst.

00:21:41: Wir haben viel gelernt über wie Foodsharing in Mannheim funktioniert bzw weltweit funktioniert.

00:21:47: Es war sehr spannend für euch da draußen.

00:21:50: Überlegts euch vielleicht ist das eine Idee Lebensmittel mit im organisierten Bereich sozusagen zu retten aber auch sich selbst auf jeden Fall gerne mal anfangen.

00:22:01: ob mit Togotogo oder auf eigene kleine Tricks alles zählt.

00:22:04: jedes Lebensmittel das nicht in die Tonne kommt ein großer Gewinn.

00:22:09: Deswegen vielen Dank fürs Kommen und

00:22:11: danke schön,

00:22:12: dass ich da sein durfte!

00:22:13: Danke auch an euch bis zum nächsten Mal.

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