Von Waschbären, Füchsen und Kaninchen
Shownotes
Hier kommt die neue Folge „Klimafunken - Gespräche aus Mannheim“! Diesmal richten wir den Blick auf die wilde Nachbarschaft, die oft unbemerkt mitten unter uns lebt. Gemeinsam mit Sven Heußner, dem Wildtierbeauftragten der Stadt Mannheim, sprechen wir über Füchse, Waschbären, Kaninchen, Nutrias und andere tierische Stadtbewohner.
Wir erfahren, welche Tiere sich in Mannheim besonders wohlfühlen, warum manche Arten häufiger zu Konflikten führen als andere und was wir tun können, um Mensch und Wildtier ein gutes Miteinander zu ermöglichen. Außerdem verrät Sven, wie Wildkameras spannende Einblicke in das verborgene Nachtleben unserer Stadt geben und warum gut gemeinte Tierfütterungen manchmal mehr schaden als helfen.
Lasst euch überraschen, wie viel Natur in Mannheim steckt, entdeckt die Stadt aus einer neuen Perspektive und erfahrt, welchen Beitrag jede und jeder von uns zum Schutz heimischer Wildtiere leisten kann.
Habt ihr selbst schon einmal einen ungewöhnlichen tierischen Besucher in Mannheim entdeckt? Dann haltet die Augen offen – vielleicht begegnet euch der nächste Waschbär, Fuchs oder Igel direkt vor der eigenen Haustür!
Shownotes:
Hier noch eine Ergänzung zur Folge: Schildkröten in Mannheimer Gewässern sind ausgesetzte Haustiere. Das ist für Schildkröten und heimische Wasserbewohner gefährlich. Verwilderte Haustiere gehören nicht zu den Aufgaben der Wildtierbeauftragten.
Mehr Informationen zum Thema Wildtiere in Mannheim sowie Ansprechpartner und Beratungsangebote findet ihr auf den Seiten der Stadt Mannheim: www.mannheim.de/wildtiere
Weitere Informationen zu Wildtieren rund ums Haus findet ihr hier: https://www.artenschutz-am-haus.de/
Für alle Infos zu Wildtieren in der Stadt empfiehlt Sven das Wildtierportal BW: https://www.wildtierportal-bw.de/de/p/wildtiere-in-baden-wurttemberg/wildtiere-der-stadt-1145.html
Zum Thema Wildtiere in Not gibt es die neu erschienene App „Wildtier SOS“. Hier gibt es schnelle Hilfe via Smartphone, wenn es darauf ankommt. Dazu gibt es Tutorials und Hintergrundinfos. https://wildtier-sos.de/
Mehr Infos und Beratungsangebote der Klimaschutzagentur findet ihr auf der Website der Klimaschutzagentur Mannheim unter https://klima-ma.de/
Euch interessiert, wie die Wildtierkamera von Sven aus der Folge aussieht? Schaut doch mal auf Instagram unter @klimaschutzagentur.mannheim vorbei!
Transkript anzeigen
00:00:00: Karo, hast du schon mal Tiere hier in Mannheim gesehen die du so nicht in der Stadt erwartet hattest?
00:00:05: Ja und zwar ich wohne ja am Lindenhof.
00:00:07: Und da gab es vor langer Zeit meine Baustellen ziemlich große und da habe ich dann als ich nach Hause gegangen bin eine Nutria rumkrabbeln und rumsuchen sehen und erst wusste ich wirklich überhaupt nicht was das genau ist.
00:00:21: Ich dachte nur sofort hey das ist doch ein Biber und was macht er denn hier?
00:00:25: weit und breit kein Wasser.
00:00:26: also der hat sich auch bestimmt verlaufen verehrt Und das war super witzig, weil ich dann dachte, ich gehe weiter.
00:00:32: Gehe ich nach Hause?
00:00:33: Was mache ich jetzt?
00:00:33: aber geht natürlich für mich nicht anhause gehen.
00:00:36: also habe Ich dann schnell gegoogelt und hab dann halt die Tierrettung angerufen den gibt es ja hier in Mannheim und Der gute mann der sich da gemeldet hat direkt gemeint Ja sie sind am ländenhof oder.
00:00:46: und dann habe ich gesagt ja Das ist eine nutria und das ist für den ok der sucht sich da was zu fressen er kennt sich aus.
00:00:52: Also der ist dann auch gar nicht gekommen.
00:00:54: Du
00:00:54: hast mich die erste
00:00:56: und das war sehr witzige weil ich mich mit ihm dann unterhalten Ein was ist das?
00:01:00: Einen Nutrieren.
00:01:01: Okay, zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nie etwas von diesem Tier gehört.
00:01:04: also... Ja für alle da draußen ihr könnt ja mal gerne gucken wie eine Nutria aussieht im Prinzip wie ein Biber bisschen kleiner.
00:01:12: Ich hab schon mal einen Nutriere auf der Reislinsel gesehen.
00:01:13: Nee größer!
00:01:14: Größer war die Nutriera.
00:01:15: Ah Mist, ich soll wieder vergessen.
00:01:18: Biber oder Nutria?
00:01:19: Ich weiß nur man sieht's beim Schwimmen den Rücken von der Nutria.
00:01:24: Das ist der Unterschied.
00:01:28: Ja, was hast du denn gesehen?
00:01:30: Ich habe schon zweimal Füchse in der Stadt gesehen.
00:01:32: Also einmal in den Quadraten tatsächlich erst richtig innen statt und einmal bei mir in der Schwetzinga-Stadt hab ich auch mal ein Fuchs.
00:01:40: Der kam dann so auf wie aus einer Tiefgarage.
00:01:43: Also das war immer so... Einmal dachte ich tagsüber aber das andere Mal war es schon in der Dämmerung Und so, also wie man es erwarten würde bei einem Fuchs.
00:01:50: Aber der Ort war anders als man es erraten würde.
00:01:54: Richtig cool!
00:01:55: Fandest du das auch cool oder unruhigend?
00:01:58: Also ich muss schon sagen... Ich finde das dann schon faszinierend gerade.
00:02:00: So ein Fuchs ist ja irgendwie so ein Tier was wir aus vielen Geschichten und Märchen kennen.
00:02:04: Das dann mal in der... Also so wild zu sehen quasi.
00:02:08: Aber gleichzeitig denke ich mir auch so sehr schon irgendwie krass dass Eigentlich ja Walte-Tieres, jetzt dem menschlichen Lebensraum so nahe kommt.
00:02:16: Das macht ja auch was mit den Tieren und irgendwie war es eine Mischung aus Faszinien und ein bisschen besorgniserregend.
00:02:27: Spannend!
00:02:27: Na dann würde ich sagen, spreche wir doch mal gleich mit unserem Gast da wieder.
00:02:57: Herzlich willkommen beim Podcast.
00:02:59: Klimafunkengespräche aus Mannheim.
00:03:01: Ich bin Magdalena Schlenk
00:03:02: Und ich bin Caroline Golli.
00:03:04: Wir arbeiten beide bei der Klimaschutzagentur hier in Mannheim und beschäftigen uns dort tagtäglich mit Klimaschutzund Nachhaltigkeit.
00:03:11: In unserem Podcast sprechen wir mit Menschen, die unsere Stadt nachhaltiger machen.
00:03:14: Unser heutiger Gast beschäftigt sich täglich mit den Wilden mit Bewohnern an Mannheims.
00:03:21: Er weiß im Prinzip ganz genau wer da vor allem nachts unterwegs ist und sein Unwesen treibt und wir freuen uns ganz besonders.
00:03:27: herzlich willkommen Sven!
00:03:29: Hallo danke für die Einladung.
00:03:31: Deine genaue Berufsbezeichnung ist ja Wildtierbeauftragter der Stadt Manheim.
00:03:35: Das klingt wie schon richtig cool, erstmal diese Job-Bezeichnungen.
00:03:39: Würdest du sagen es war schon immer dein Ziel in dem Bereich zu arbeiten?
00:03:43: Also als meine Klassenkameraden in der Grundschule alle so Feuerwehrmann oder Superman werden wollten da wollte ich Förster werden.
00:03:51: Okay das ist ja schon mal die richtige Richtung!
00:03:52: Genau.
00:03:54: Ja also ich habe mich schon immer für dieses Netzwerk des Lebens interessiert und freue daran draußen Sachen zu entdecken und da ist, glaube ich sehr nahe liegen sich für Wildtiere zu begeistern.
00:04:05: Dass sich das jetzt so entwickelt hat dass insbesondere der besiedelte Bereichen funktionierendes Wildtiermanagement braucht Das es ja in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden Und heute bin ich froh hier in Mannheim tätig sein zu können.
00:04:21: Also, als ich die Bezeichnung mal gesehen habe und gelesen hab, dachte ich wahrscheinlich immer den ganzen Tag dann draußen.
00:04:26: Und darf sich sozusagen mit Tieren beschäftigen?
00:04:29: Ist das so oder bist du dann doch sehr viel am Schreibtisch?
00:04:33: Genau!
00:04:34: Der Job klingt so, als ob ich immer draußen bin und ganz viel Kontakt zu Tieren habe.
00:04:38: Leider ist das der kleinste Teil der Arbeit.
00:04:41: Die Wegheberauftragenden Baden-Württemberg sind Netzwerkpersonen.
00:04:45: Dementsprechend findet von meiner Arbeit sehr viel am Computer und am Telefon statt, aber natürlich auch im Treffen in persönlichen Kontakt mit Menschen.
00:04:54: Und da die Ehrenamtlichen zum Beispiel aus dem Naturschutz zusammen zu bekommen, Menschen, die auf Zuchtstationen sich engagieren und die dann zusammenzubringen mit Polizei der Berufstierrettung und Jägern-Jägerinnen – sehr wichtig als Leute, die sich mit Wildtieren fachlich super auskennen Das ist eigentlich die Hauptarbeit, das heißt viel mit Menschen sprechen.
00:05:19: Viel mit Menschen in Kontakt sein und der Kontakt zu den Wildtieren ist der Bonus.
00:05:24: Wir
00:05:28: haben ja immer einen gewissen Einstieg hier weil wir möchten den Menschen auch nicht nur den Job, die Tätigkeit wie auch mal ein bisschen näher bringen und das machen wir gerne mit so einem Gegenstand Und wir haben dich gebeten etwas mitzubringen.
00:05:40: und wenn du erstmal versuchen könntest Gibt es eine Möglichkeit, das akustisch irgendwie darzustellen?
00:05:47: Vielleicht dann darf nämlich unsere Zuhörer mal raten was es sein könnte.
00:05:52: Also gerne nahem Mikrofon.
00:05:53: Genau also ich versuche mal ein typisches Geräusch mit einem wichtigen Gegenstand aus dem Wilke-Management zu machen.
00:06:05: Es werden Knöpfe gedrückt, Schalter geschoben.
00:06:09: Er
00:06:09: muss eingerastet.
00:06:11: Was geht's dir bei dir?
00:06:13: Genau, der Gegenstand den ich mitgebracht habe ist eine Wildkamera oder Fotofalle werden dir auch genannt.
00:06:18: Das ist also eine automatische Kamera die über ein Bewegungsmelder ausgelöst wird und dafür benutzt wird um Tiere zu beobachten in Situationen wo sie vor uns vielleicht weglaufen würden oder wo sie nur selten auftauchen.
00:06:34: das ist jetzt ein relativ einfaches Modell für einen Privatgebrauch kann man schön auch im Garten benutzen um mal zu gucken was danach so los ist wenn wir unsere Augen zuhören.
00:06:43: Was hast du damit schon so fotografiert?
00:06:46: Ich habe es mir tatsächlich auch angeschafft, um zu gucken wo der Igel im Garten unterwegs ist.
00:06:51: Dafür sind die sehr gut geeignet.
00:06:54: Ich habe die aber auch schon unterwegs gehabt auf Reisen in Schweden und habe schon wundervolle Aufnahmen von jungen Elchen damit gemacht.
00:07:00: Also gibt es ganz viele tolle Möglichkeiten, aber auch zum Beispiel das Vogelhäuschen für die Winterfütterung damit zu überwachen und dann auch mitzubekommen ob nachts da noch jemand drum herum schleicht.
00:07:13: dafür setze ich sie schon gerne
00:07:14: ein
00:07:15: Perfekt.
00:07:16: Jetzt hast du gerade Elch und Igel erwähnt, eingangs war im Karo nicht schon über Fuchs- und Nutriere gesprochen.
00:07:21: Ein Thema was zumindest als ich nach Mannheim kamen hier auf jeden Fall noch viel zu sehen.
00:07:26: weil waren die Kaninchen also gerade ums Planetarium oder beim Schloss sind sie sehr viel rum gesprungen.
00:07:32: haben wir uns jetzt die Frage gestellt ist das nicht irgendwann auch ein Problem wenn die Tiere alles untertunneln?
00:07:37: Und wir haben uns auch die Frage Sind das wirklich weniger geworden?
00:07:43: Vielleicht kannst du uns dazu was sagen.
00:07:45: Ja, Magdalena deine Beobachtung ist da völlig richtig.
00:07:48: also erst mal ist es so dass wir hier in der nördlichen Rheinebene eher ziemlich viele Kaninchen haben.
00:07:53: Das liegt unter anderem an dem sehr sandigen Boden.
00:07:55: Da fühlen die sich wohl.
00:07:56: Da können sie ihre Tunnel gut graben und ihre Bauer- und Nester anlegen.
00:08:02: Und es sind weniger geworden in den letzten Jahren, deshalb arbeiten wir bei der Stadt Mannheim auch mit der Wildtierforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg zusammen um da eine Untersuchung zu machen und den Gründen näherzukommen warum die weniger geworden sind.
00:08:15: Gleichzeitig sind wir hier in der Region für das Land Baden Württembergen Hoffnungsträger dass wenn mir das rausfinden, woran das liegt, dass wir die Tierart unterstützen können weil von einer Plage wie man noch vor dreißig oder auch noch zwanzig jahren gesagt hat redet heute eigentlich niemand mehr.
00:08:32: Da gucken wir eher, dass wir gucken, dass den Tieren wieder besser
00:08:34: geht.".
00:08:36: Also muss man auch keine Angst haben wegen der Tunnel
00:08:37: oder so was?
00:08:39: Das ist manchmal an bestimmten Orten ein Problem aber das ist definitiv nicht unsere Hauptkonflikt-Tierart sage ich mal.
00:08:48: Wer da natürlich lokalen Problem hat oder etwas mitbekommt darf das auch gerne melden.
00:08:52: Da wird dann natürlich geguckt Ja, ein friedliches Miteinander geschaffen wird.
00:08:58: Hast
00:08:58: du gerade das Wort Konflikttierart angesprochen?
00:09:01: Was ist denn unser Konflikttier hier in Barnheim?
00:09:06: Ich würde sagen die häufigsten Anrufe beziehen sich auf Steinmader und auf Waschbären.
00:09:11: Das sind nämlich zwei typische Tierarten, die bei uns mit in den Städten leben und die häufig bei uns in den Häusern einziehen.
00:09:19: Und da gibt es dann tatsächlich Konflikte, also wenn dann irgendwie auf dem Dachboden die Isolierung rausgezogen wird oder ja sonst auch das Katzenfutter auf der Terrasse geklaut wird.
00:09:30: Oder ähnliche Sachen.
00:09:32: Da gibt's Stress auf jeden Fall.
00:09:33: Definitiv!
00:09:34: Also wir sind auch sehr erfinderisch und während der Steinmader schon im siebzehnten Jahrhundert in Lehrbüchern auch als Haus- oder Dachmader beschrieben worden ist... Das ist eine einheimische Tierart, die schon ganz lange mit uns in den Siedlungen, in den Städten zusammenlebt ist der Nordamerikanische Waschbär eine invasive Art die sich im Moment relativ stark ausbreitet und voll in Mannheim schon angekommen ist.
00:10:00: Und sehr intelligent und sehr erfinderisch ist.
00:10:03: also sie wissen wie Sie an neuen Wohnraum kommen?
00:10:06: Wie Sie an Essen kommen?
00:10:09: Deshalb geraten da die Interessen von Waschbeeren und Menschen doch sehr häufig aneinander.
00:10:17: Was empfiehlst du denn dann?
00:10:18: Also was soll man tun bei den Waschbären und wie soll man sich gegenüber erhalten, was sind so die besten Tipps.
00:10:28: Grundsätzlich weshalb Kiere in der Stadt leben und überhaupt die Entwicklung von Wildtierpopulationen sind immer zwei Faktoren und zwar ist das Lebensraum und Nahrung.
00:10:38: Das sind immer die beiden wichtigsten Punkte und wenn das zur Verfügung gestellt wird, dann kommen die Tiere.
00:10:42: Und dann bleiben sie auch.
00:10:43: Das kann man für heimische Tierarten und Tierarten, die man vielleicht gerne im Garten haben möchten ganz bewusst fördern.
00:10:50: Zum Beispiel für Igel oder Singvögel wird das ja auch sehr gerne gemacht.
00:10:53: bei Waschbären am Haus sollte man das natürlich tunlichst vermeiden Sie zu fördern also kontrollieren.
00:11:00: ist mein Dachzugang dicht können Mader- oder Waschbeeren vom Baum auf meinen Dach klettern und zum Beispiel Dachziegel hochheben, dann kann man den Baum zurück schneiden im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten.
00:11:15: Und der zweite Punkt, Nahrung ist glaube ich der wo wir alle ganz viel machen können Lebensmittelreste ordentlich wegpacken die Müllton vernünftig zumachen.
00:11:23: waspern können Mülltons nämlich auch wieder öffnen.
00:11:27: Unglaublich wie Smarty-Auffümmende!
00:11:28: Ich habe da mal auch so ein Reel gesehen.
00:11:30: also der hat dann die Berliner Stadtreinigung die Tonnen aufgemacht, bevor sie die halt dann lernen.
00:11:36: Und das sind einfach so fünf Waschbärme ausgekommen also richtig irre.
00:11:40: Also da habe ich ja auch gedacht oh Gott, oh Gott diese Armtiere, die dann vielleicht gefangen sind und dann...
00:11:45: Die meisten.
00:11:45: es kommt natürlich vor dass sie mal gefangen haben aber die meisten machen das ganz bewusst rein Deckel zu und dann wird da drin alles durchwühlt und gefressen.
00:11:52: Haben Sie ihre Ruhe?
00:11:53: Genau!
00:11:54: Dann sieht sich keiner, da kann sich keiner mehr ärgern vor Menschen und Hunden haben die eher Angst.
00:11:59: Und bei uns sieht man sie deshalb auch so selten.
00:12:01: Viele Leute sind ganz erstaunt, dass wir in Mannheim Waschbären haben, weil man sieht sie wirklich selten.
00:12:06: aber grundsätzlich muss ich in jedem Stadtteil mit ihnen rechnen.
00:12:10: Wir waren auch überrascht.
00:12:10: Wir haben im Vorgespräch gerade schon über die Waschbeeren geredet haben.
00:12:12: Karin und ich auch gesagt
00:12:13: haben wir noch nie gesehen.
00:12:16: In Mannheim habe ich auch noch keinen live gesehen.
00:12:18: dafür muss man auch wirklich mal in der Dämmerung unterwegs sein oder eben das Pech haben das bei einem einer über die Terrasse läuft oder auf dem Dachboden das Nest anliegt.
00:12:31: Also ich habe auf jeden Fall Begegnungen schon mit meinem Marder im Haus gehabt, also der läuft bei mir regelmäßig übers Dach rum und da höre ich das immer klackern.
00:12:40: Das ist immer sehr interessant aber irgendwie auch ein bisschen beunruhigend.
00:12:44: Und was ich sehr spannend finde sind die Schildkröten im Jungbuschkanal.
00:12:48: Gibt es die noch?
00:12:50: Ich hab letztens Meldung von Schild kröten gehabt heimischen Schildkröten, die hier ansässig sind und das ist vielleicht auch mal ganz interessant.
00:13:02: so zum Hintergrund des Wildtierbeauftragten.
00:13:05: Erstmal bin ich für die Wildtiere, die dem Jagdgesetz unseres Bundeslandes unterliegen erster Ansprechpartner.
00:13:13: Für geschützte Arten ist es in erster Linie die Naturschutzbehörde.
00:13:18: von denen habe ich da noch nichts gehört.
00:13:20: natürlich arbeite ich mit ihnen ganz eng zusammen.
00:13:22: aber wenn's da jetzt zum Beispiel Themen geben würde mit den Schildkröten.
00:13:26: Dann würde ich sagen, versuche ich ganz eng mit der Naturschutzbehörde zusammenzuarbeiten und ja... Ich kenne sie jetzt tatsächlich nicht!
00:13:34: Es wird auf jeden Fall noch mal spannend dazu mehr herauszufinden weil auch da gibt es natürlich ausgesetzte Haustiere die sich etabliert haben.
00:13:41: am Ende sind ja die Waschbären auch so zu uns gekommen.
00:13:43: das sind Pelztiere gewesen die entweder entkommen sind oder einige am Edersee in Kassel vor bisschen über hundert Jahre extra ausgesetzt worden, um die heimische Flora zu bereichern.
00:13:56: Wurde damals dann geschrieben zu diesem Projekt und heute sehen wir was wir davon haben von
00:14:01: der Bereicherung.
00:14:02: Da sieht man mal wieder Mensch wieder in den Natur eingreift, was nicht unbedingt etwas Bessere dabei rumkommt.
00:14:11: Ich weiß dass es dir noch ein Anliegen ist zum Thema Was können wir Menschen nach so alles tun?
00:14:16: Um unseren Tieren zu helfen oder eben das Richtige sozusagen zu tun Könnt mir vorstellen, dass es dazu noch was gibt.
00:14:23: Was du sagen möchtest?
00:14:25: Definitiv sehr gerne!
00:14:26: Ich habe ja eingangs gesagt das die Wildtierbeauftragten Netzwerkpersonen sind.
00:14:30: Das heißt ich bin hier nicht in Mannheim irgendwie jemand der diese Wildtier Themen alle löst.
00:14:35: Ich hab dann großes Netzwerk und vielleicht auch mal eine Möglichkeit Danke für alles oder an alle zu sagen die sich da engagieren haben wir ehrenamtliche Naturschützer Menschen, die Igel aufpäppeln im Winter wenn sie im Herbst es nicht geschafft haben fit für den Winterschlaf zu werden.
00:14:53: Die Berufstierrettung aber auch die Kollegen bei der Polizei bei Feuerwehr da sind also ganz viele Menten zusammenwirken und dann können wir auf jeden Fall Multiplikatoren brauchen, die über Wildtiere in der Stadt was lernen und dieses Wissen mit anderen Teilen ich glaube bei den Pädagogen und Pädagoginnen sind da tolle Ansatzpunkte aber vielleicht auch für Projekte.
00:15:15: Da können wir natürlich immer noch engagierte Menschen gebrauchen, Ehrenamtliche die vielleicht auch kleine Aufgaben übernehmen wollen.
00:15:22: Manchmal hilft es enorm wenn jemand eine Autofahrt zu einer Auffangstation übernehmen kann.
00:15:27: nicht jeder hat die Möglichkeit eine kleine Auffangenstation aufzubauen und auch diese ganzen Schulungen zu machen.
00:15:33: da muss man schon zur Fachpersonal werden.
00:15:36: Multiplikatoren können wir auf jeden Fall auch gebrauchten Menschen
00:15:40: die
00:15:40: gerne sich wissen aneignen über die Wildtiere und dieses dann auch mit anderen Teilen.
00:15:47: Grundsätzlich haben wir in Mannheim schon viele tolle Vereine im Bereich Naturschutz, auch naturnahe Gartengestaltung.
00:15:54: da kann man tolle Sachen für Wildtiere machen.
00:15:57: bei den Pädagogen und Pädagoginnen sehe ich da auch Ansatzpunkte diese Themen ja mit anderen Menschen zu teilen.
00:16:04: Wir können nochmal in die Caption unten ein paar Informationen mit dazu packen Und grundsätzlich bin ich als Wildtierbeauftragter dafür das Thema auch ansprechbar.
00:16:12: Also
00:16:13: ich finde es mega spannend.
00:16:16: Mein Anliegen ist einfach noch vielleicht an euch auch da draußen bitte keine wild lebenden Vögel im Sinne von Schwänen und so weiter mit Brot und Co zu füttern, das glaube ich auch.
00:16:28: dir immer wieder ein Anliege.
00:16:29: Da bin ich doch ganz richtig mit dem Tipp oder?
00:16:31: Ja danke Karo!
00:16:34: Ist glaube ich auf was, da kann man nicht häufig genug darauf hinweisen.
00:16:37: uns ist natürlich bewusst dass es in der Regel aus Tierliebe heraus motiviert ist und die Menschen den Tieren nichts Böses wollen.
00:16:46: In fast allen Fällen ist das Füttern von Tieren für die Tiere aber schädlich schlimmen Krankheiten führen, die dann wirkliche Tierquälerei sind.
00:16:56: Also man hat dem Tier da nichts Gutes getan und gerade Gänse und Schwäne sind da sehr anfällig insbesondere wenn jetzt im Frühjahr wieder die Küken kommen.
00:17:04: natürlich ist es total schön den Naher zu sein und das funktioniert mit Brot leider gut.
00:17:09: aber die Tiere können dadurch zum Beispiel die sogenannte Kipflügelkrankheit bekommen dass eine Deformation des Flügels durch Fütterung hervorgerufen wird und die Tiere können ihr ganzes Leben lang nicht fliegen.
00:17:21: Und leiden auch unter diesem verkrüppelten Flügel, das ist glaube ich wichtig solche Sachen mit im Kopf zu haben und auf das Füttern zu verzichten.
00:17:30: Ich glaube die einzige Ausnahme sind Igel in guten Futterhäuschen wo Ratten und andere Tiere nicht rankommen Auch dem Igel dort Stress machen.
00:17:39: für den Igel Ist es nicht schön wenn der seine Futterschale gegen andere Tiere verteidigen muss Vogelhäuschen in der Winterfütterung, auch jetzt wo es immer noch wieder nachts kalt wird und die Eltern Tiere noch ihre Brut versorgen müssen ist das eine gute Hilfe.
00:17:55: Da sollten aber auch keine Waschbären rankommen und die Vögel sollten keinen Stress durch Katzen zum Beispiel an der Stelle bekommen.
00:18:02: Die müssen also wirklich gut designt sein dass die Tiere da nicht rankommen und da kann ich auch nochmal für den Gegenstand den ich mitgebracht habe nämlich die Wildkamera Werbung machen.
00:18:12: Das ist eine tolle Möglichkeit selber zu überwachen, wer denn da noch unterwegs ist außer den Gästen die man eigentlich zur Tisch beten wollte.
00:18:23: Und da muss man auch überhaupt gar nicht große Ausgaben machen.
00:18:26: Also die günstigen Wildkameras sind für den Heimbereich völlig ausreichend und vielleicht haben Freunde und Familie ja sogar noch eine Unbenutzte im Schrank, dann muss man nichts Neues
00:18:34: kaufen.
00:18:35: Perfekt!
00:18:36: Jetzt bist du ja nochmal zurück zur Kamera gekommen.
00:18:38: deswegen würde ich dir gerne noch unsere Abschlussfrage stellen wo in Mannheim lassen sich denn aus deiner Sicht am besten Wildtiere beobachten?
00:18:45: Hast du da einen guten Spot?
00:18:48: Genau tatsächlich sehr spannend sind natürlich immer... die Bereiche direkt vor der eigenen Tür, während Garten hat.
00:18:54: Das empfehle ich auf jeden Fall da auch mal rauszufinden was da los ist.
00:18:58: Ansonsten hattet ihr vorhin die Kaninchen angesprochen.
00:19:01: Karo bei dir weiß ich du magst die Reinterassen sehr.
00:19:04: das ist definitiv einer der Premium-Spots.
00:19:06: man braucht aber ein bisschen Geduld weil sie sich sehr gerne unter den Büchern verstecken und tatsächlich mit ihrer grauen Färbung man vermutet das erstmal nicht komplett verschwinden farblich unter den Gebüschern.
00:19:17: Aber wer damit ein bisschen Abstand ruhig stehen bleibt und eine Zeit lang beobachtet kann, da toll.
00:19:22: Kaninchen beobachten Gänse und Schwäne wissen wir glaube ich wo wir die beobachten können und wer tatsächlich mal einen Waschbär sehen will?
00:19:29: Da habe ich den Tipp bekommen dass das zum Beispiel in Friegthöfen besonders gut geht, wo sehr große Bäume sind.
00:19:40: Weil gerade die Männchen nämlich dort oben ihren Schlafplatz haben und wenn dann abends die Sonne untergeht, dann fangen sie wieder an sich zu bewegen.
00:19:47: Wenn man damit eine Taschenlampe hoch leuchtet, dann entdeckt man sie wohl doch ganz gut.
00:19:51: Hab ich noch nicht gemacht, probiere ich aber demnächst aus Und
00:19:54: mal gucken,
00:19:56: ob ich noch neue Waschbärmeldungen nach dieser Folge bekomme.
00:19:59: Ja auf jeden Fall!
00:20:00: Ich sehe
00:20:00: schon die Leute nachts auf den Friedhof.
00:20:02: Natürlich
00:20:05: nur die Bereiche, die frei zugänglich
00:20:07: sind.
00:20:07: Auf jeden Fall ganz klar, ganz sicher.
00:20:09: Also sowieso Friedhof finde ich einen großartigen Tipp.
00:20:12: da gibt es auch die ganzen Eichhörnchen und so weiter und so, also gerne wir noch ganz viel anders beobachten.
00:20:16: Definitiv.
00:20:18: Ein lebendiger Ort der Friedhof.
00:20:20: Auf
00:20:20: jeden Fall, da wo unsere Toten hinkommen, da ist auf jeden Fall datob das Leben.
00:20:27: Ja damit sind wir tatsächlich am Ende unserer heutigen Folge.
00:20:30: Wir möchten uns ganz herzlich nochmal bei dir bedanken und ich bin mir sicher noch eine Stunde reden können.
00:20:35: aber wir halten es ja hier mal kurz und knapp.
00:20:37: deswegen super dass du dabei warst, dass du da warst danke dir Danke Magdalena, danke an Stadtmedienzentrum.
00:20:44: Vielen Dank.
00:20:46: Und Tschüss,
00:20:47: bis bald!
00:20:48: Danke euch beiden alles Gute tschüss.
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