Kann Nachhaltigkeit glücklich machen?

Shownotes

Neue Folge Klimafunken! Diesmal wird es persönlich, tiefgründig – und überraschend lebensnah. Gemeinsam mit der Mannheimer Glücksministerin Gina Schöler sprechen wir darüber, was Menschen wirklich glücklich macht und warum Wohlbefinden und Klimaschutz viel mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick denkt.

Mit im Gepäck: Lebensfragen, ein geheimnisvoller Retro-Koffer voller Geschichten und jede Menge Gedanken über Selbstwirksamkeit, Nachhaltigkeit und den Mut, den Fokus auch mal auf das Positive zu richten. Warum uns alte Dinge manchmal glücklicher machen als neue, weshalb kleine Schritte oft wichtiger sind als Perfektion – und warum sogar eine zweieinhalbjährige Tochter schon Vorbild für gelebten Klimaschutz sein kann.

Lasst euch inspirieren, hinterfragt eure eigenen Vorstellungen von Glück und entdeckt, wie eng gutes Leben und nachhaltiges Handeln zusammenhängen.

Shownotes:

Mehr Infos und Beratungsangebote findet ihr auf der Website der Klimaschutzagentur Mannheim unter https://klima-ma.de/

In der Folge erwähnen wir Ginas Podcast "Das kleine Glück". Ihr findet ihn hier: https://open.spotify.com/show/2T11QLQjoElepErTNfsvS5?si=NfhmgyBUSEuUIFAbjQ6ntQ

Euch interessiert, wie Ginas alter Koffer aus der Folge aussieht? Schaut doch mal auf Instagram unter @klimaschutzagentur.mannheim vorbei!

Transkript anzeigen

00:00:00: Also Caro, ich habe hier was vorbereitet.

00:00:01: Ich habe hier dieses Kartenset.

00:00:03: Warte mal, wir müssen noch mischen!

00:00:05: Ich nehme jetzt eine dieser Karten und stelle jetzt meine Frage... Was würdest du tun wenn deine finanzielle Grundlage gesichert wäre?

00:00:15: Naja eigentlich eine echt gute Frage und eigentlich sollt mir die alle auf Apparat haben weil ein Lotto gewinnen wir ja gar nicht so unwahrscheinlich haha.

00:00:23: Ne, ähm ...was würde ich tun?

00:00:26: also ich würde mir wünschen eine einen Art Hof irgendwo im Grünen besitzen zu können.

00:00:33: Und da dürfen ganz, ganz viele Tiere ihr Zuhause finden und zwar Tiere die maximal vier Beine haben dürfen und die entweder keiner mehr wollte weil sie zu alt sind, weil sie krank geworden sind oder weil sie aussortiert werden was man ja so aus der Massentierhaltung gerne kennt.

00:00:49: Ja das würde ich mir wünschen dass es machen zu können

00:00:52: Aber kleinere Tiere mit mehr als vier Beinen.

00:00:58: Also ich habe es nicht so mit Insekten, ich hab's nicht so Mit Spinnen.

00:01:00: also kein Seniorenheim für Spinnen wirds werden aber Katze Hund Meerschweinchen Garnienchen.

00:01:07: Ich könnte mir sogar Schafe und Sozoics vorstellen.

00:01:11: Esel fände ich super, Esel wär mega Hätte ich echt Bock.

00:01:14: Das wäre ein richtig schöner Hof glaube ich.

00:01:15: Ja bei den Eseln würde ich auf jeden Fall auch Besuch kommen.

00:01:19: Ja das wäre schon Traum.

00:01:22: So, kriegst du das natürlich gleich Retour.

00:01:25: Ich habe auch hier eine Karte für dich rausgesucht und zwar welche Tätigkeiten vermitteln dir das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun?

00:01:35: Das ist auf jeden Fall auch ne Frage die man sich immer mal wieder stellt.

00:01:40: da würde ich sagen wir haben ja das Glück in einem Bereich zu arbeiten im Klimaschutz bei dem wir schon immer wieder Veranstaltungen, Aktionen oder Workshops haben aus denen wir rausgehen ein gutes Gefühl haben.

00:01:51: Ich weiß nicht, ob ich dann immer den Gedanken habe auch das war jetzt sehr sinnvoll.

00:01:54: in meinem Gedanke ist eher dass es sich gut anfühlt.

00:01:57: Ich hab Leute erreicht.

00:01:58: Das gibt mir ein gutes gefühl.

00:01:59: Ich habe das Gefühl, dass andere mit einem positiven Gefühl aus der Veranstaltung gehen die etwas mitnehmen konnten.

00:02:06: also das gibt mir immer so einen Push oder eine gute Energie und als.

00:02:10: ich kann das einmal beruflich sagen.

00:02:11: aber ich würde auch sagen alles was im privaten Bereich mit anderen Menschen zu tun hat sei es die Familie oder der Freundeskreis Dinge sind die mir eine gute Energie geben, die sich so anfühlen, dass man da sehr positiv rausgeht.

00:02:26: Also was?

00:02:27: Also weniger sind es die Aktionen, wenn... Keine Ahnung.

00:02:30: Ich habe gestern unsere Kennzahlen eingetragen, ne?

00:02:31: Das macht man dann auch einfach und ist wichtig und auch sinnvoll.

00:02:35: aber das ist nichts was einem jetzt so dieses gute Gefühl gibt dass es da schon eher etwas zwischenmenschlich ist.

00:02:40: Auf jeden Fall!

00:02:41: Es soll ja Menschen geben, denen ziehen daraus was Wenn sie Excel-Tabellen ausfüllen.

00:02:46: ich wäre da auch so wird mir auch nichts geben.

00:02:48: Aber ja super Spannend, ja.

00:02:50: Also Fragen wie diese sind sogenannte Lebensfragen und wir haben ein solches Kartenset von der Glücksministerin Gina Schöler hier liegen und haben uns jetzt einfach mal ein paar Fragen rausgesucht und die besprochen.

00:03:03: Und wir haben Gina beim Workshop im November bei der Klimaschutzagentur kennengelernt und sie einfach gefragt, hey, hast du dich Bock auf unseren Podcast?

00:03:37: Und damit herzlich willkommen beim Podcast Klimafunkengespräche aus Mannheim!

00:03:40: Ich bin Magdalena Schleng...

00:03:41: ...und ich bin Karoline Gauleyn.

00:03:43: Wir sind beide bei der Klimaschutzangend schon.

00:03:45: Manheim, hier arbeiten wir und beschäftigen uns tagtäglich mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Mannheim.

00:03:50: In unserem Podcast sprechen wir ja mit Menschen die hier in Manheim in unserer Stadt einiges besser machen, in unserem Sinne nachhaltiger machen.

00:03:58: Und wir blicken heute auf eine Frage, die vielleicht so alt ist wie die Welt selbst – was macht uns denn wirklich glücklich?

00:04:04: Und dazu gibt es ja hier in Mannheim ein Unikat, ich weiß nicht ob deutschlandweit oder weltweit.

00:04:10: Die einzige Glücksministerin.

00:04:12: Tina Schöder?

00:04:12: Hallo schön dass du da bist!

00:04:14: Hallo freu mich sehr euch wieder zu sehen.

00:04:16: wir hatten ja schon öfter in glücklicher Mission die Freude und ich freue mich sehr hier zu sein.

00:04:21: danke

00:04:21: Genau, Karo hat es eingangs schon gesagt.

00:04:23: Dass ihr im Herbst einen Workshop hattet, da war ich ja leider nicht dabei.

00:04:26: und als ich mich jetzt vorbereitet habe heute fand ich total schön zu lesen dass das Ministerium für Glück und Wohlbefinden ja aus einem Uni-Projekt entstanden ist.

00:04:34: weil deine Maßarbeit wie schön das daraus so was groß geworden ist

00:04:37: Verrückt oder?

00:04:37: Vierzehn Jahre später

00:04:38: Ja, das ist ja über zehn Jahre, genau vierzehn Jahrzehnte

00:04:42: Und das fühlt sich nicht so an.

00:04:43: Ich sage immer so Flaps ich bin verliebt wir am ersten Tag.

00:04:46: Es ist tatsächlich so.

00:04:47: Ich bin immer noch im Flow mit diesem Thema, es wird nicht langweilig.

00:04:50: Geil oder?

00:04:51: Voll

00:04:51: schön!

00:04:53: Ja ja total cool.

00:04:54: Du hast uns auch was mitgebracht.

00:04:55: wir fragen alle Gäste ob sie einen Gegenstand aus ihrer täglichen Arbeit mitten können.

00:05:00: magst du dir mal vorstellen?

00:05:01: sehr gerne wenn mich vielleicht hier und dort schon mal verfolgt hat oder bei einer Veranstaltung war der wird das Ding hier kennen.

00:05:07: ich weiß nicht ob man's schon hört.

00:05:08: ich drehe es nochmal ein bisschen um und ich darf einmal ein sehr bekanntes Geräusch dazu machen

00:05:14: moment

00:05:18: Das kann man erahnen.

00:05:21: Da könnte mir noch ein Rätsel aus dem Radio sein.

00:05:24: Also das ist wirklich ein rare altes Teil, das ist ein Retro-Koffer könnte man sagen.

00:05:30: mit dem tue ich immer durch meine Veranstaltung weil ich komplett analog arbeite.

00:05:34: und wer das schon mal gesehen hat ich zauber dann immer verschiedene Objekte raus und erzähle dann Geschichten ganz viel Storytelling Und Kitzel die inneren Kinder egal wie alt das Publikum ist.

00:05:44: Ja, dieses Objekt des Koffers.

00:05:46: Der Inhalt ist noch mal ein anderes Thema aber dieses Objektes Koffer beschreibt mich als Person glaube ich sehr gut sowohl in meiner Arbeit als auch mich privat finde.

00:05:54: Sollen

00:05:55: wir mal reinschauen?

00:05:56: Also die Inhalte... Ich drehe ihn einmal um und dann kann Karo nicht mehr rein schauen.

00:06:03: Wir haben hier einmal so einen flauschigen Ball.

00:06:08: Die Karo hat sich schon was Gutes aufgegeben.

00:06:09: Die Disco-Kugel geschnappt natürlich

00:06:14: Und ich habe noch eine Glocke.

00:06:17: Das spiele ich gerne mal Nikolaus, aber das ist ein bisschen Konton aus Leute!

00:06:21: Ich brauche euch wieder Aufmerksamkeit.

00:06:23: Ist hier noch so ne Zierrettenschachtel dabei?

00:06:26: Da musst du

00:06:27: aber vorlesen was draufsteht sonst klingt das ...

00:06:30: Einsamkeit kann tödlich sein bei fünfzehn Zigaretten am Tag anscheinend.

00:06:35: Ja es ist genauso ungesund als würde man fünfzehnt Zigarette am Tag rauchen wenn man sich... regelmäßig einsam fühlt und das ist in unserer Gesellschaft ja einfach echt ein dickes Thema.

00:06:45: Und ich arbeite gerne auch provokant, für den Leuten gerne mal die Themen vor Augen oder zu Herzen, die im Alltag entweder hinten runterfallen oder auch gerne verdrängt werden.

00:06:57: Also sei das jetzt was Sinn und Bedeutsamkeit?

00:06:59: Was Endlichkeit angeht?

00:07:00: Das gehört alles zum Thema Glück dazu!

00:07:02: Und meint man auf dem ersten Blick halt nicht.

00:07:06: Ich gehe da schon sehr tief.

00:07:07: Ja, ich habe auch gerade nachgesehen.

00:07:09: Sie sind tatsächlich auf Fünfzehn Zigaretten gesehen.

00:07:12: Keine

00:07:12: Weckerau!

00:07:13: Für unser Publikum ist es ein Sammelsurium an ganz vielen Gegenständen.

00:07:18: Ganz unterschiedlich, wo man wahrscheinlich auf ersten Blick gar nicht drauf kommt was jetzt sein soll.

00:07:22: und alle die kommen in deinen Workshops oder in deinen Arbeiten sozusagen immer mal wieder zum Einsatz um das zu symbolisieren.

00:07:28: Also ich habe natürlich eine riesige Sammsurium.

00:07:30: meine Kinder feiern meinen Büro.

00:07:31: Ich muss hier immer bisschen zügeln mir da nicht so viel Sachen rauszuklauen damit mein Lager voll bleibt dann nicht aus den vollen schöpfen kann.

00:07:39: aber ja je nach Thema je nach Publikums setzt sich das natürlich zusammen.

00:07:43: Warum mir da so meine Geschichte, meine Dramaturgie der Veranstaltung?

00:07:48: Aber vielleicht noch zwei Sätze um auch die Brücke zu euch und eurem Thema zu bauen.

00:07:51: Warum mag ich es analog, warum mag ich alte Sachen?

00:07:55: also unser halbes Haus besteht aus Abcyclingen und Flohmarkdünse.

00:07:59: mein ganzes Outfit ist Flohmarkt.

00:08:01: Also Ich mag es Dinge nicht neu zu kaufen.

00:08:05: das klingt ein bisschen komisch.

00:08:07: aber ne es klingt nicht komisch.

00:08:08: ich bin eigentlich total stolz Ich mag die Schönheit in den Chevy Sachen zu entdecken und den neues Leben einzuhauen.

00:08:16: Und ich glaube, das alte Ding hier freut sich so viel in der Welt unterwegs zu sein um nochmal eine ganz neue Geschichte zu schreiben.

00:08:22: Ja, die Dinge erzählen dann ja auch eine Geschichte was ja auch total schön ist.

00:08:27: Damit bist du ja schon ein bisschen bei der Parallel zwischen deinem Thema und unserem Thema also dein Thema als Thema Wohlbefinden, ein persönliches Gluck positive Psychologie und wir mit dem Thema Klimaschutz.

00:08:36: Und ich habe mir vorhin auch Gedanken gemacht, wie das auch so zusammenpasst.

00:08:39: Da gibt es ja schon viele Parallelen, sei es jetzt einerseits was du erwähnt hast, mit dem Glück auch daraus Dinge wieder zu verwenden, lange zu verwende, altes wieder rauszuholen und ein neues Leben zu geben aber... Viele andere Themen wollen jetzt mal noch so zusammentragen,

00:08:53: wo

00:08:53: sich die Überschneidungen finden.

00:08:55: Wissigerweise sind wir damals tatsächlich auch mit der Frage gestartet.

00:08:59: Noch als wir das Studieprojekt waren hier an der Hochschule Mannheim mit Professor Axel Kolaschnik, der das Ganze angestoßen hat bin ich bis heute mega dankbar also die Mannheimer Fraktion von der Hofschule.

00:09:09: Die ist schuld im positivsten Sinn an allem und das weiß ich unfassbar zu schätzen.

00:09:14: Und die ursprüngliche Frage war was braucht man für ein gutes Leben?

00:09:18: Und wir sind da sehr schnell auch in diese Minimalismus-Schiene gegangen und Postwachstums Theorie, die es damals so ganz groß war.

00:09:26: Unser erster Claim war tatsächlich auch bewusst sein Reduktion zur Friedenheit und dieses Reduktions aufs Wesentliche – was brauche ich denn wirklich?

00:09:36: Es ist nicht noch mehr Zeug!

00:09:38: Das waren unsere ersten Anläufe in das Thema reinzufinden Fokus auf das, was mir wichtig ist.

00:09:46: Was mir gut tut und mich glücklich

00:09:47: macht.".

00:09:47: Und wenn man die Leute fragt – natürlich je nach Zielgruppe und so – kriegt man in den seltensten Fällen materielles als Antwort.

00:09:55: am Ende des Lebens?

00:09:56: Da esse ich die Wissenschaft auch einig, blickt man eben auf gelingende Beziehungen zurück.

00:10:00: Auf Sinnerfüllung…was kann ich

00:10:02: hinterlassen?".

00:10:03: Und da zählt die dicke Uhr oder das Auto an der Garage halt leider nichts mehr!

00:10:07: Leider nicht.

00:10:10: Das sind einige Themen, die sich da überschneiden.

00:10:13: oder auch was du vorhin angesprochen hast mit den Bildern, mit denen wir arbeiten.

00:10:16: Wir merken immer wieder dass wir das überdenken müssen weil gerade die Klimakrise auch mit ganz viel starken Bildern die erschrecken können arbeiten und da eher positive Bilder finden.

00:10:24: und ich glaube das ist ja auch etwas was Du machst der viele positive Bilderfinden um den Menschen zu helfen

00:10:29: Ja, nennt sich tatsächlich auch positive Storytelling und dadurch fühlen sich Menschen eklatant viel mehr motivierter als wenn sie in die Angst reingehen.

00:10:36: Das

00:10:37: ist ja genau das Ziel was du ja verfolgsst.

00:10:38: aber genauso wir wollen ja um Menschen motivieren dass sie sich klimafreundlich nachhaltig verhalten.

00:10:45: Gute Geschichten und geile Vorbilder.

00:10:47: Und mutmachende Anekdoten, die sagen, guck mal es hat doch schon funktioniert.

00:10:52: Guck mal wie's für dich individuell geht.

00:10:54: Das passt für Nachhaltigkeit, Klima und für seelische Gesundheit oder Wohlbefinden.

00:10:59: Ein ganz wichtiger Faktor auch in der positiven Psychologie ist Selbstwirksamkeit.

00:11:03: also aus dieser starre Rauskommen irgendwie Circle of Influence.

00:11:07: was hab ich in der Hand?

00:11:09: Was kann ich hier und heute noch anders machen ohne irgendwelche Ressourcen dafür zu brauchen, um so einen kleinen Schalter umzulegen.

00:11:18: Das geht absolut hand an Hand.

00:11:21: Dieses positive Storytelling das ist an sich etwas was wir uns in unserer Arbeit immer wieder auch vornehmen und versuchen wirkt aber so schwer dagegen anzukommen weil ja quasi die kompletten Nachrichten und auch Social Media eigentlich komplett anders rumfasst funktionieren.

00:11:37: also sprich da wird viel mehr mit Angst, Verlust usw.

00:11:42: gearbeitet als Emotion und eigentlich nicht mit einem Positiven sondern eher was alles so schlecht läuft und was alles sozusagen nicht gut ist.

00:11:49: Und das führt ja häufig dazu da gibt es ja etliche Beispiele die man aufzeigen könnte dass die Menschen Alles als Gängelung empfinden oder als Einschränkung in ihrer Freiheit und ihren Möglichkeiten und sie kriegen etwas weggenommen.

00:12:03: Da finde ich immer so also ob das jetzt das Tempolimit war.

00:12:05: Das war im Prinzip das parade Beispiel fand ich von sehr fraglicher Diskussion über was denn eigentlich, ne?

00:12:12: Ich meine an sich kann man nicht wirklich viel schneller fahren.

00:12:15: Es ist eigentlich total sinnvoll.

00:12:16: es macht nur Sinn das durchzuziehen sozusagen.

00:12:19: aber da gibt's ja etliche Beispiele.

00:12:22: Erlebst du das dann auch in deinen Workshops dass Menschen dann sagen Ja das ist ja alles schön und richtig Aber und also dass sie mit wirklichen Sorgen und Ängsten dahin gehen dass sie eigentlich sich eingeschränkt fühlen So fühlen, als ob sie was weggenommen bekommen.

00:12:38: Also wenn man mit so Aspekten wie zum Beispiel mit weniger leben... Was ist dir eigentlich wichtig?

00:12:43: Was sind die schönen Sachen?

00:12:44: Was gibt ihr was?

00:12:45: oder es ist in deiner Arbeit eher so dass die Leute eher sagen oh cool das macht ja echt mehr Sinn für mich.

00:12:51: Also bei mir ist es tatsächlich eher so von den Erfahrungswerten.

00:12:54: ich stehe da vorne nicht und sage ihr braucht weniger macht weniger sondern ich stelle eher die Frage was macht euch glücklich und zufrieden.

00:13:02: Wo liegen eure Prioritäten?

00:13:03: Wie geht es euch wann, wie und warum?

00:13:05: Und auf die Antworten kommen die Menschen dann meistens selbst das dann so.

00:13:08: der Groschen fällt sehr krass.

00:13:09: ich habe hier irgendwie Sachen aufgeschrieben aber Da stehen ja keine materiellen Dinge drauf.

00:13:15: Also da klickt es eher so individuell, ohne dass ich damit am Zeigefinger stehe und irgendwas sage, so ist das richtig oder so ist es falsch weil dafür ist das Thema auch viel zu individuellen.

00:13:24: aber ja es ist halt leider menschlich ne?

00:13:26: Und da zück' ich hier den kleinen Säbelzahn-Tiger... Ein Koffer?

00:13:30: Ja genau!

00:13:30: Das ist ein kleines Kuscheltier bei vielen Sachen daran, dass wir da sehr, sehr evolutionär noch so geprägt sind.

00:13:39: Um Gottes Willen will niemand was wegnehmen!

00:13:40: Aber das brauche ich doch zum Überleben.

00:13:42: Das gibt mir noch Sicherheit, das gibt mir auch Halt und die Garantie, dass es mir morgen auch noch gut geht und ein Überlebensinstinkt ist.

00:13:50: Und dagegen anzugehen sei das jetzt... Mit eurem Nachhaltigkeits- thema oder sei das mit, lass uns doch bitte auch mal auf die gelingenen und positiven Sachen konzentrieren.

00:13:58: Ohne rosa Brille aber trotzdem das nährt ja unsere Seele und schützt uns vor den Krisenzeiten.

00:14:04: Das ist alles ein in Anführungsstrichen ankämpfen.

00:14:07: gegen diesen Fokus auf diesem Sebelzahntiger möchte ich sagen.

00:14:12: Das is viel Arbeit!

00:14:13: Und es fühlt sich an wie Hochleistungssport manchmal.

00:14:16: Ich greife mir an die eigene Nase weil obwohl ich seit vierzehn Jahren damit unterwegs bin darf, will, müssen möchte ich nicht sagen.

00:14:25: Aber mich jeden Tag daran erinnern solche Rituale, solche Aufmerksamkeits-Kommunikationstechniken wie immer wieder zur Gemüte zu führen und auch an die Kinder weiterzugeben.

00:14:35: in der Partnerschaft im Team zu praktizieren ist echt eine Entscheidung.

00:14:41: das ist eine Frage der Haltung und es viel Arbeit auch gegen alte Muster nicht nur evolutionär sondern auch familienbedingt dagegen anzugehen und mit einem ganz klaren Willen zu sagen, ich habe aber Bock es anders zu machen.

00:14:53: Ich kriege es wahrlich nicht immer hin, aber I try my

00:14:56: best.".

00:14:56: Also in unseren Workshops sage ich das auch immer wieder?

00:15:00: Es ist letztendlich wie ein Muskel... Und der ist nicht innerhalb von einmal Klimzuck versucht, ist er da.

00:15:06: Sondern man muss sehr lange dafür trainieren bis es selbstverständlich wird das zu können.

00:15:10: und dann scheitern aber schon so viele am Anfang von vornherein weil sie glauben, dass muss sofort gehen.

00:15:15: Das ist mit dem nachhaltigen Leben oder nachhaltigeres Leben genauso.

00:15:20: Erstmal muss man die Bereitschaft dafür haben und dann muss man lange üben sozusagen.

00:15:24: Dann gibt's ja auch noch so viel Ambivalenzen.

00:15:26: Ich hab auch als Nachhaltigkeit einen sehr wichtigen Wert in meinem Leben Und ich bin schon auch bös mit mir selbst, wenn ich es an der einen oder anderen Stelle halt nicht hinkriege im weitesten Sinne.

00:15:37: Da habe ich schon wieder so mein Leistungsanspruch, guten Tag!

00:15:40: Aber dass sich dann irgendwie dann doch Plastik verpacktes Gemüse kauft, wenn's halt mal schnell gehen muss und so... Und ich erwische mich jedes Mal, wenn Ich dann denke, das ist schon wieder nicht geschafft.

00:15:50: Und diese inneren Stimmen, denen zu sagen hey aber dafür machst du an anderer Stelle richtig viel geil.

00:15:55: und da sind wir wieder bei diesem Verhältnis zwischen was läuft gut um was läuft schlecht?

00:16:00: und sich einfach darauf zu konzentrieren, dass wir uns Mühe geben das viel oder mehr gut läuft.

00:16:05: Und da auch stolz auf uns sind und nicht immer nur den Fokus auf was wir jetzt schon wieder nicht hingekriegt haben.

00:16:11: Ja, genau.

00:16:12: So geht es eigentlich in unseren Workstops auch.

00:16:13: Also dass wir in den Workstoffs genau das vermitteln so.

00:16:16: Es muss nicht gleich beim ersten Mal klappen!

00:16:18: Wir müssen nicht morgen vegan leben sondern jetzt probieren wir mal verschiedene Vegetargerichte aus und dann gehen wir weiter zum veganen Gericht und schauen mal was uns da gut, viel ausprobieren.

00:16:26: Das mußt nicht gleich morgen hundertprozentig sein.

00:16:29: Da wären wir alle nicht glücklich.

00:16:31: Vielleicht musst du's auch einfach nie hundert prozentig sind?

00:16:33: Nee,

00:16:33: muss ich nicht.

00:16:35: Also jetzt gerade die Tage mit meiner zweieinhalbjährigen Tochter spazieren gewesen auf der Straße, mit dem kleinen Buggy so unterwegs.

00:16:41: Dann liegt da Müll auf der Strasse.

00:16:43: Dann erinnert mich meine zweieinhalbjährige Tochter-Mama.

00:16:45: Wir müssen noch den Müll auffägen ist doch schlecht für die Natur und ich stehe damit mal nicht mehr ein Sechzig wachs über mich hinaus und bin einfach sauer stolz auf mich.

00:16:54: Das ist ja mega der Beitrag dass es vielleicht morgen anders läuft wenn ihr zweieineinhalb jährig so viel gecheckt habt wie man nicht erwachsen

00:17:01: hat.

00:17:01: Auf jeden Fall.

00:17:02: Ja

00:17:03: kommt das richtig?

00:17:05: Du hast jetzt vorhin diese vierzehn Jahre, die du deinen Job schon machst angesprochen.

00:17:09: oder vor vierzehnten Jahren ging es quasi los und wir hatten uns vorher gedacht so ich arbeite seit zwanzigzwanzig mit der Klimaschutzangentur.

00:17:15: Die Karo seit zwei tausend elf also sind ja auch eine lange Zeit in der auch politisch viel passiert ist.

00:17:20: und wir merken bei unserer Arbeit wie auch das politische so abfärb also was klimapolitisch einfach passiert so ukrainekrieg unsicherheit durch amerikanischen präsidenten also was dass sich das so abferbt das hier auch ne Unsicherheit züglich energieversorg her, stundenweise einfach unsere Arbeit drauf einstellen müssen bzw.

00:17:37: die auch verändert wird.

00:17:38: und ich denke im Bereich Wohlbefinden hat sich doch in dieser ganzen Zeit auch viel getan und da würde mich interessieren was du wieder für Veränderungen über das letzte Jahrzehnt oder noch mehr beobachten kannst.

00:17:50: also wie geht es den Menschen?

00:17:52: Wie ist das Wohl Befinden?

00:17:54: Ja das ist eine ganze Reise, seit dem Jahr zwölf war die Welt schon auch anders aus.

00:18:00: Ich will den ganzen Namen gar nicht nennen.

00:18:01: Besagte Parteien und so was gab es da noch nicht mal, ne?

00:18:04: Das ist eine ganz andere Zeitrechnung.

00:18:09: Ich kann dir gar nicht sagen, wie geht es der Nation aktuell so auf einen Satz runtergebrochen.

00:18:15: Natürlich diese ganze Multikrisenzeit, die färbt schon definitiv ab auf die mentale Gesundheit.

00:18:21: Tatsächlich ist es nach wie vor gerade auch seit Jahrzehnt zwanzig so dass es Kindern und Jugendlichen wirklich bescheiden geht.

00:18:28: also das werde ich nicht müde zu erwähnen, dass das wirklich nicht gut läuft Und das wurde auch in der Bundes-Schülerkonferenz jetzt nochmal gerade vor ein paar Wochen, Monaten dargelegt von wegen Leute.

00:18:39: Also es ist kurz verrot, also richtig, richtig heftig und da müssen wir was tun.

00:18:45: Sowohl im Gesundheitssektrum als Spektrum ... Gesundheitssystem, sagen wir so!

00:18:53: Als natürlich auch in Schulen im Bildungssystem Aber generell, ja es schwankt natürlich.

00:19:01: Die Menschen sind schon wesentlich verunsichert, sie sind individuelle Wahrnehmung von mir, subjektive Wahrnehnung für mich ist auch ein bisschen in sich gekehrter, liegt vielleicht auch jetzt an der dunklen Jahreszeit.

00:19:10: aber also ich grüße durch jeden Menschen, der mir hingekommt das ist so ein bisschen mein Hobby die aus ihrem Trott rauszukriegen und dass wird zunehmend anstrengender da man einen blick, einen offenen Blick zurückzukriegt, vielleicht sogar auch mal ein nettes Wort zurückzukriegen nicht so leicht wie es früher war, würde ich behaupten aus meiner Sicht heraus.

00:19:32: Nichtsdestotrotz hat das Glück einen großen Aufwind bekommen im Laufe des letzten Jahrzehntes weil's natürlich auch Sinn suche ist und Sicherheit und Halt und Gemeinschaft und vielleicht auch hier und dort ein bisschen Religionsersatz geworden ist.

00:19:45: also dass nach wie vor schon noch ein Trendthema diese Selbstfindung oder wir wollen ja eigentlich leben diese Frage Gerade auch die Pandemie hat da noch mal einen riesigen Push gegeben, dass die Leute daheim saßen und dachten, shit.

00:19:59: Was ist es denn wirklich jetzt?

00:20:00: Was mache ich danach anders?

00:20:02: Also wie viele haben sich beruflich neu orientiert?

00:20:05: Die Auseinandersetzung mit den Themen, dass das gestiegen ist.

00:20:08: Oder mehr Bewusstsein, natürlich auch medial bedingt.

00:20:12: Wenn man sich allein die Erscheinungsquoten an neuen Büchern spielt... Keine Ahnung, was alles gibt dazu.

00:20:20: Wie oft man sich mit Achtsamkeit und so weiter um sofort auseinandersetzen kann?

00:20:23: Also das denke ich auch als hat viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.

00:20:27: aber ja deswegen war es sehr spannend mal zu hören wie deine Einschätzung im Laufe der Zeit sozusagen dazu ist.

00:20:34: Ja also wir hätten noch wahrscheinlich zwanzigtausend Fragen und zwanzichtausend Themen aufmachen können.

00:20:40: Das können wir nicht, aber wir würden gerne zu unserer letzten Frage kommen.

00:20:45: Wir fragen immer zum Abschluss nach einem bestimmten Ort in unserer Stadt hier.

00:20:52: Da würden wir dich natürlich gerne nach deinem persönlichen Glücksort in Mannheim fragen, also welcher Ort gibt dir etwas?

00:21:01: Also ich habe ganz lange Zeit in der Schwetzinger Vorstadt gewohnt und jetzt gerade die Tage war ich wieder im Café Kult und dann sitze ich da und ich hab so ein Flashback

00:21:13: war so

00:21:14: schön.

00:21:14: Und ich vermisse Mannheim, ich wohne außerhalb an der Bergstraße gar nicht weit weg.

00:21:18: aber es ist halt was anderes wie im Herzen Mannheims zu wohnen und also in so einem wuseligen Café zu sitzen.

00:21:24: das gibt mir ganz viel.

00:21:26: und ich war vor zwei drei Monaten mal wieder im Waldpark spazieren und das haben wir damals fast täglich mit unserem Hund gemacht.

00:21:37: Ich hab selbst das Gefühl, dass unser Hund ... und wir wohnen seit fünf Jahren woanders.

00:21:40: Selbst der hat gecheckt, warte mal!

00:21:42: Das kenne ich doch hier, das ist auch meine alte Hood.

00:21:45: Und da im Waldpark ... Da hast du ja wirklich alles.

00:21:48: Du hast Wiesen?

00:21:49: Du hast Wald?

00:21:50: Du hasst Wasser?

00:21:51: Also besser geht's nicht.

00:21:53: Ich würde tatsächlich Schwedzinger vorstatt und meinen Waldpark sagen.

00:21:57: Ja,

00:21:58: sehr schön.

00:21:59: Auf jeden Fall!

00:21:59: Also bei Waldbach bin ich ganz weit mit dabei.

00:22:02: Ich bin da schwer vor.

00:22:04: Ja das glaube ich.

00:22:07: Es ist leider schon an der Zeit Danke zu sagen.

00:22:09: also vielen vielen Dank für den zwar super kurzen einen Blick in das Thema unsere Zusammenhänge aus unserer gemeinsamen Arbeit.

00:22:16: Ich glaube man kann noch ganz ganz vieles bei dir erfahren.

00:22:19: Du hast ja nämlich selber einen Podcast.

00:22:21: Dafür möchten wir auf jeden Fall hier einen kleinen Werbeblock gerne machen, der nennt sich das kleine Glück und du bist ja auch schon bald bei einer Jubiläumsausgabe gesehen.

00:22:30: Hast hundert!

00:22:31: Ist mir doch nicht klar geworden.

00:22:32: muss irgendwas passieren?

00:22:34: Sehr sehr spannend also.

00:22:35: wer da noch mehr über das Thema Zufriedenheit, Glückwohlbefinden erfahren möchte einfach mal da mit rein hören Ja.

00:22:44: Und damit vielen Dank an dich China, dankst du dass ihr Zeit genommen hast für den Austausch?

00:22:48: Ja, danke an euch.

00:22:49: Das waren ganz tolle und tiefsinnige und sehr herzliche Fragen.

00:22:54: Vielen lieben Dank!

00:22:56: Und damit auch noch ein großes Dankeschön, einen technischen Support für das Städtenmedienzentrum und wir verabschieden uns, oder?

00:23:04: So ist es

00:23:04: bis bald.

00:23:06: Tschüss!

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